Das Drei-Säulen-System ist in der Schweiz fest verankert. Dennoch wird vom Staat immer mal wieder daran gerüttelt – und die neuesten Pläne könnten für den Arbeitnehmer ganz schön teuer werden.

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Arbeitnehmer müssen jetzt stark sein: In Zukunft könnten am Monatsende bis zu zwei Prozent weniger Lohn auf dem Konto landen als bisher.

Der Staat arbeitet an einer Reform der Altersvorsorge. Das berichtet der "Tages-Anzeiger".

Höhere Beiträge, mehr Abzüge

Wie aus der Meldung hervorgeht, sollen die Lohnbeiträge an die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) um ganze 0,3 Prozent steigen. Dies sei vor allem auf den Parlamentsentschluss zurückzuführen, die Steuervorlage mit zusätzlicher AHV-Finanzierung zu versehen.

Wir werden durchschnittlich immer älter. Eigentlich gute Nachrichten. Doch aus finanzieller Sicht eine Katastrophe.

Wendet man das aktuell vorhandene Rentenkapital auf die zusätzlichen Lebensjahre an, dürften pro Nase rund 12 Prozent weniger Rente ausgezahlt werden. Dies will der Staat verhindern.

Wie? Natürlich ebenfalls mit erhöhten Lohnbeiträgen.

Und dann wäre da noch…

… der viel diskutierte Vaterschaftsurlaub. Wie der "Tages-Anzeiger" berichtet, stehen aktuell drei Varianten zur Diskussion. Und jede von ihnen ist mit Abzügen verbunden.

Am meisten Auswirkungen auf das Portemonnaie hätte demnach der 24-wöchige Elternurlaub. Dieser würde den Arbeitnehmer ganze 0,7 Prozent seines Lohns kosten.

Deutlich weniger gewichtig scheinen vor diesem Hintergrund die von der Volksinitiative "Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub" geforderten 20 bezahlten Urlaubstage. Hier ist von 0,11 Prozent Lohnbeitrag die Rede.

Der Vorschlag des Parlaments sieht hingegen nur 14 Urlaubstage für Väter vor und belastet den Lohn mit 0,06 Prozent damit auch am wenigsten. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN

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