Seit Beginn der Coronakrise haben sich monatlich stetig mehr Personen arbeitslos gemeldet. Nun geht die Zahl erstmals wieder zurück.

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Die Arbeitslosenquote in der Schweiz sinkt – zum ersten Mal nach drei Monaten. Das geht aus veröffentlichten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft hervor. Demnach sind bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren Ende Juni rund 5.700 Arbeitssuchende weniger gemeldet gewesen als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 3,4 Prozent (Mai) auf 3,2 Prozent (Juni) gesunken. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen beläuft sich derzeit auf 150.289.

Im Vergleich: Im Februar, vor Beginn der Pandemie, lag die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent.

Vorjahresvergleiche machen Missstände deutlich

Wie sich die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen und Personen über 50 Jahren verändert hat, lässt sich aus dem Bericht ebenfalls herauslesen. Bei den 15- bis 24-Jährigen hat die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 2,5 Prozent abgenommen. Dies entspricht rund 440 Personen.

Dennoch lässt sich im Vergleich zum Jahr 2019 festhalten: Die Jugendarbeitslosigkeit hat in den vergangenen zwölf Monaten um ganze 77,4 Prozent zugelegt. Es gibt mittlerweile 7.555 Jugendliche mehr, die keinen Job haben.

Bei den 50- bis 64-Jährigen lässt sich ein ähnlicher Trend erkennen. Hier sank die Arbeitslosenquote von Mai auf Ende Juni um 2,9 Prozent, was rund 1.200 Personen entspreche.

Aktuell sind in der Altersklasse allerdings noch immer über 39.680 Personen arbeitslos gemeldet – ganze 11.583 Personen mehr als zu dieser Zeit im Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme der Arbeitslosenquote um 41,2 Prozent.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Tod durch Arbeitslosigkeit?

Laut Forschern des Rostocker Max-Planck-Instituts besteht zwischen Faktoren wie Armut, Arbeitslosigkeit oder einer geringen Bildung und einem vorzeitigen Tod eine Verbindung.