Bis 2030 soll in der Ostschweiz vieles besser werden – zumindest was den Nah- und Fernverkehr betrifft. Am Freitag wurde dazu eine "Gesamtperspektive" unterzeichnet.

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In weniger als 60 Minuten von Zürich nach St. Gallen? Nach den jüngsten Zukunftsplänen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) offenbar kein Problem. Stolze eine Milliarde Franken will die staatliche Eisenbahngesellschaft in Bahnausbau und Infrastruktur stecken.

Die Ostschweiz profitiert

Vor allem die Bewohner der Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Graubünden können sich freuen. Sie profitieren am meisten von der am Freitag unterzeichneten "Gesamtperspektive".

Wie die Pendlerzeitung "20 Minuten" berichtet, hätten sich SBB-Chef Andreas Meyer sowie die Regierungsvertreter der vier Kantone bei ihrem Treffen auf klare Ziele einigen können.

Inhalte der "Gesamtperspektive"

Insgesamt 22 Projekte sollen bis spätestens 2030 in Angriff genommen und abgeschlossen werden. Darunter unter anderem die verkürzte Reisedauer zwischen Zürich und St. Gallen.

Auch Graubünden möchte zeitliche Fortschritte machen. Wie Regierungspräsident Mario Cavigelli angibt, sollen die Verbindungen nach Zürich und St. Gallen künftig im Halbstundentakt abfahren.

Andere Pläne gibt es in Schaffhausen: Dort sei laut Regierungsrat Martin Kessler geplant, einen Profit aus der Elektrifizierung der Hochrhein-Strecke und der Anbindung an Basel und St. Gallen zu schlagen.

Im Thurgau fokussiere man sich zunächst auf den Ausbau des Fernverkehrs nach Kreuzlingen-Konstanz sowie nach Romanshorn, heisst es in dem Bericht weiter.

Man denkt grenzübergreifend

Die Vorteile des milliardenschweren Bahnausbaus sollen laut SBB-Chef Meyer nicht nur innerhalb der Schweizer Grenzen liegen. Er plant neben Konstanz und Singen auch die deutschen Städte München und Stuttgart schneller erreichbar zu machen.

Sollten alle "notwendigen Ausbauten in Deutschland und Österreich" vollendet sein, könne beispielsweise die Strecke St. Gallen-München ab 2021 in zweieinhalb Stunden zurückgelegt werden. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN