Personalmangel ist ein allgegenwärtiges Thema. Bei der Sterbehilfeorganisation "Exit" führt dies dazu, dass Neumitglieder keinen Freitodbegleiter an ihrer Seite haben. Deswegen gibt es nun eine Warteliste.

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In den letzten Jahren hat die grösste Schweizer Sterbehilfeorganisation "Exit" einen starken Mitgliederzuwachs verzeichnet. Immer mehr Menschen möchten demnach Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

Stets an der Seite der Mitglieder steht eine sogenannte Freitodbegleitung. Diese Menschen führen die notwendigen Abklärungen durch und unterstützen ihre Schützlinge - falls nötig - bei der Beschaffung des erforderlichen ärztlichen Rezepts für das Sterbemittel.

Es fehlt an Betreuern

Seit Anfang Dezember kommen nun all diejenigen, die sich bei Exit anmelden wollen, auf eine Warteliste, da "derzeit die personellen Kapazitäten bei den Freitodbegleiterinnen und Freitodbegleitern sehr knapp sind", wie die Organisation angibt.

Wie viele Menschen derzeit auf der Warteliste stehen, ist nach Recherchen der "SonntagsZeitung" nicht bekannt - auch nicht, wie lange Neumitglieder warten müssen.

Fest steht allerdings, dass sich die Mitgliederzahl seit 2010 mehr als verdoppelt hat. Rund 120.000 Menschen sind bei der Organisation eingetragen. Dem stehen 40 Mitglieder in der Freitodbegleitung gegenüber, die sich bei Exit engagieren. (kms)  © 1&1 Mail & Media

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