• Wenn es um Zuwanderung geht, rücken einer Studie zufolge bei der Bevölkerung die Chancen in den Fokus.
  • Sorgen vor negativen Folgen bleiben aber weiterhin bei einer Mehrheit bestehen.

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Die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber Zuwanderung sinkt einer Studie zufolge, die Chancen von Migration rücken stärker in den Fokus.

Zugleich haben Sorgen vor negativen Folgen von Zuwanderung weiter abgenommen, auch wenn diese noch immer bei einer Mehrheit bestehen. Dies ergab eine Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zur Willkommenskultur in Deutschland. Sie fördert auch eine klar gestiegene Bereitschaft zur Aufnahme Geflüchteter zutage.

Umfrage: Kritik und Ablehnung auch weiter "präsent und spürbar"

Kantar Emnid hatte im November 2021 gut 2000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ befragt. Die Ergebnisse machten deutlich: "Es bewegt sich was", wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Analyse aus Gütersloh hiess. Kritische Betrachtungen und Ablehnung seien aber weiter "präsent und spürbar".

Auf der Chancenseite meinen mit Blick auf die Wirtschaft 68 Prozent der Befragten, Zuwanderung bringe Vorteile für die Ansiedlung internationaler Firmen, und 55 Prozent, sie helfe gegen Fachkräftemangel.

Knapp zwei Drittel erwarten inzwischen eine geringere Überalterung der Gesellschaft dank Migration, 48 Prozent Mehreinnahmen für den Rententopf. Hingegen befürchten rund zwei Drittel Belastungen für den Sozialstaat und Konflikte zwischen Eingewanderten und Einheimischen. (dpa/dh)  © dpa