Diesel-Skandal: Audi, BMW, Daimler, Porsche, VW

Mit dem VW-Diesel-Skandal hatte es begonnen. Doch mittlerweile weitet sich die Abgas-Affäre auf alle grossen deutschen Autohersteller aus. Mitunter geht es nun auch um den Verdacht der Bildung eines Kartells. Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW sind betroffen. Wir haben für Sie hier alle Hintergründe und Informationen über den wirtschaftspolitischen Skandal. Informationen und Tipps finden betroffene Autofahrer hier. Alexander Dobrindt in Diesel-Affäre unter Beschuss: Kungelei mit Auto-Industrie? Auf einem Diesel-Gipfel hatte sich die Software-Lösung durchgesetzt.

Razzien bei Porsche: Im Zuge des Abgasskandals haben Polizei und Staatsanwaltschaft Gebäude bei Porsche durchsucht.

Dutzende grossflächig angelegte Parkplätze verwalten die motorisierten Steine des Anstosses im Abgasskandal. Der Autobauer VW hatte die Wagen von Kunden zurückgekauft.

Razzia bei BMW: Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die Zentrale in München und weitere Gebäude des Konzerns durchsucht. Der Verdacht des Betrugs steht im Raum.

Neue Vorwürfe gegen VW: Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" weitet die Staatsanwaltschaft Braunschweig ihre Ermittlungen gegen den Automobilkonzern aus. Der Grund: VW soll Anleger und die Öffentlichkeit über das tatsächliche Ausmass des Abgasskandals getäuscht haben.

Dass die Gewinne beim weltgrössten Autokonzern 2017 insgesamt sprudelten, war schon bekannt – nun hat Vorstandschef Müller die Zahlen für die Marken vorgelegt. Es läuft gut. Aber ganz verdaut sind die Folgen von "Dieselgate" noch nicht.

Für schmutzige Diesel heisst es in Städten mit dicker Luft vielleicht bald: wir müssen draussen bleiben. Eine Katastrophe für so manchen Autobesitzer, der sein Gefährt nun kaum zum erhofften Preis verkaufen kann. Aber unter fallenden Preisen leiden auch noch andere.

Die Debatte um umstrittene Abgastests hat bei Volkswagen zu einer ersten personellen Konsequenz geführt: Der Generalbevollmächtigte Thomas Steg wurde beurlaubt, wie die Volkswagen AG am Dienstag in Wolfsburg mitteilte.

Firmen unterstützen Studien an öffentlichen Forschungseinrichtungen. So bekannt, so normal. Doch eine Untersuchung zu Stickstoffdioxid sorgt für Aufregung.

Angela Merkel hat sich zu den umstrittenen Diesel-Schadstofftests geäussert, die an Affen und sogar an Menschen vorgenommen wurden. Diese seien "ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen", wie Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.

Eine Studie mit Menschen über die Auswirkungen von Stickstoff auf die Gesundheit soll nichts mit dem Diesel-Skandal zu tun haben. Das sagt das für die Untersuchung verantwortliche Institut. Zugleich entschuldigt sich VW für an Affen durchgeführte Tests über die Auswirkungen von NO2.

Neue erschreckende Details im Abgasskandal: Deutsche Autobauer sollen nicht nur Affen, sondern auch Menschen in Tests gezielt Abgasen ausgesetzt haben, um die angebliche Unbedenklichkeit der Schadstoffbelastung unter Beweis zu stellen. 

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat VW-Chef Matthias Müller nach dessen Vorstoss zur Zukunft des Diesel attackiert und ihn als "Diesel-Judas" bezeichnet. 

Während der VW-Konzern "Dieselgate" abhaken und in die Zukunft blicken will, geht die US-Justiz gnadenlos gegen in den Skandal verwickelte Mitarbeiter vor. Der zuständige Richter kennt kein Erbarmen - auch sein zweites Urteil ist ein Exempel maximaler Härte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zusätzliche 500 Millionen Euro für Kommunen in Aussicht gestellt, um die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase zu reduzieren. 

Der "Dieselgate"-Skandal hat VW in den USA bereits Rechtskosten von mehr als 20 Milliarden Euro eingebrockt. Eine Reihe von Bundesstaaten drängt jedoch auf weitere Strafen. Eine richtungsweisende Klage wurde nun abgewiesen, ausgestanden ist die Sache damit aber noch nicht.

In den USA ist erstmals ein VW-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal verurteilt worden.

Mit einer Abwrackprämie von bis zu 10.000 Euro für alte Dieselwagen will Volkswagen den Umweltschutz verbessern - und den eigenen Absatz ankurbeln. Andere Hersteller legen ähnliche Programme auf. Haben auch die Autofahrer etwas davon?

Neue Entwicklung in Niedersachsen und den Absprachen von Ministerpräsident Stephan Weil mit VW: Die Opposition wusste bereits seit 2016 von dem Vorgang - und fand damals nichts daran auszusetzen.

Der niedersächsische Ministerpräsident sitzt auch im Aufsichtsrat des VW-Konzerns. Von unbotmässiger Einflussnahme des Autobauers will Stephan Weil nichts wissen - auch wenn Erklärungen von ihm in der VW-Zentrale gegengelesen wurden.

Nach dem Dieselgipfel ist die Skepsis gross, ob die angekündigten Massnahmen reichen, um Fahrverbote in Städten zu verhindern. Der CSU-Chef will schnelle Resultate.

Sie wären ein Schock für Autofahrer und Autobauer gleichermassen. Verbote für Diesel in Städten sind nach dem Berliner Gipfel noch nicht vom Tisch. Die Lage ist kompliziert. Und juristisch heikel.

Abgas-Skandale und Kartellvorwürfe – trotz traumhafter Renditen und unverändert hohen Absätzen: Die deutsche Automobilbranche durchlebt turbulente Zeiten. Der Rückhalt aus der Politik schwindet und es ist ungewiss, ob Deutschland auch im Mobilitätsmarkt von morgen seine Marktführerschaft beibehalten kann. Zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilbranche.

Die Beschlüsse des Diesel-Gipfels sorgen für Uneinigkeit. Auch die Pressevertreter sind zwiegespalten. Die Pressestimmen zum Diesel-Gipfel im Überblick. 

Auf dem Diesel-Gipfel haben sich die Autobauer BMW, Daimler, Opel und VW dazu verpflichtet Software-Updates anzubieten, um den Stickoxid-Ausstoss von Diesel-Fahrzeugen zu verringern. Doch reicht das, um Fahrverbote zu verhindern? Ein Experte bezweifelt das.   

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sorgen vor allem bei Oppositionspolitikern für Kritik. Die Reaktionen im Überblick.

Es soll zumindest ein erster Schritt sein - aber kann davon wirklich die erhoffte Wende ausgehen? Der Dieselgipfel von Politik und Autobauern hat Leitlinien beschlossen, damit weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Kritiker halten sie für viel zu zahm.

Einigung im Diesel-Gipfel: Die Software-Lösung hat sich in Berlin durchgesetzt.

Aufatmen für Diesel-Fahrer vor dem Dieselgipfel in Berlin? Eine neue Analyse geht davon aus, das Fahrverbote für ältere Dieselautos in Stuttgart nach jetzigen gesetzlichen Rahmen verfassungswidrig wären.

Nach dem Abgas-Skandal warten Autofahrer in Deutschland gespannt auf den Diesel-Gipfel. Haben die Manipulationen der Auto-Industrie Konsequenzen, drohen beispielsweise in grossen Städten Fahrverbote? Und wer zahlt dafür, dass die Luft besser wird?

Schwere Vorwürfe in der Abgas-Affäre gegen das für Fahrzeug-Kontrollen zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) - und Verkehrsminister Alexander Dobrindt.

Der Dieselskandal ist längst ein Politikum geworden. Im beginnenden Bundestagswahlkampf ist die Verlockung zu gross, sich gegenseitig Versäumnisse vorzuwerfen. Das wird vor dem "Diesel-Gipfel" am Mittwoch deutlich.

Ein mutmasslicher Kartell-Skandal erschüttert die deutsche Autoindustrie. Jetzt gerät auch der Zulieferer Bosch in den Fokus.

Die VW-Tochter Audi hat nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unzulässige Abgas-Software verwendet.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen VW-Konzernchef Matthias Müller wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal.

Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt Medienberichten zufolge nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfindung.

Nach dem Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen Ende September 2015 hat der damalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn Bundesregierung und Behörden laut eigener Darstellung rasch über das Ausmass informiert.

Im Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI einem Medienbericht zufolge einen VW-Manager festgenommen. Ihm werde Verabredung zum Betrug vorgeworfen, schreibt die "New York Times" (Montag) unter Berufung auf informierte Kreise.

Bayern wird Volkswagen wegen der Folgen des Diesel-Skandals auf Schadenersatz verklagen.

VW hat sich im Abgas-Skandal offenbar mit den US-Behörden geeinigt. Der Autohersteller muss 10,2 Milliarden Schadensersatz zahlen.

Bei der Hauptversammlung von Volkswagen müssen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat viel Kritik anhören. Forderungen wurden laut, den amtierenden Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch abzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Abgas-Skandal wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen den zurückgetretenen VW-Konzernchef Martin Winterkorn.

Trotz der Diesel-Krise bekommen die 120.000 Mitarbeiter im VW-Haustarif pro Kopf 3.950 Euro Anerkennungsprämie.

Der US-Vorstandschef von VW, Michael Horn, tritt im Abgas-Skandal zurück. Im gegenseitigen Einverständnis mit der Volkswagen AG verlasse Horn das Unternehmen ...

Wann beschäftigten den damaligen VW-Chef Winterkorn die Diesel-Probleme? Eine entsprechende Notiz las der Top-Manager einem Zeitungsbericht zufolge wohl bereits im Frühling ...

Neuer Stress für Volkswagen im Dieselgate: Im US-Mega-Rechtsstreit mit zahlreichen Autobesitzern und -händlern fordert der zuständige Richter Charles Breyer, dass VW Tempo macht. In einem Monat müsse eine Ansage her, wie die Abgas-Trickserei beendet werden soll.

Mexikos Behörden haben gegen den Autohersteller Volkswagen eine Millionenstrafe wegen des Verstosses gegen Umweltauflagen verhängt.

Das Diesel-Debakel hat den früheren Porsche-Chef Matthias Müller zum Kapitän des VW-Konzerns gemacht. Auf der Brücke in Wolfsburg muss er nun einen Riesentanker durch die Untiefen des Skandals steuern. Experten loben den Kurs - doch es kommen noch heikle Passagen.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte könnte Volkswagen noch teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Möglicherweise muss der Autobauer Milliardenkredite zurückzahlen, die er von der Europäischen Invesitionsbank EIB bekommen hat.

Der zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn steht nach einem Medienbericht noch bis Ende 2016 bei dem Autobauer unter Vertrag.

Angesichts der immensen Kosten für den Abgasskandal kürzt Volkswagen bei den Investitionen. VW werde für das Jahr 2016 die Sachinvestitionen auf maximal zwölf Milliarden reduzieren.