Wird es bald den Sonntagsverkauf in Zürich geben? Der Tourismusdirektor der Stadt hat sich in einem Interview jetzt dafür ausgesprochen. Gegenwind bekommt er von den Gewerkschaften.

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Die Läden sollen auch am Sonntag öffnen. Das fordert der Zürcher Tourismusdirektor Martin Sturzenegger in einem aktuellen Interview mit dem "Tages-Anzeiger" für seine Stadt. Er will damit eine besondere Zielgruppe zufriedenstellen.

"Shopping gehört zu ihrem Lifestyle"

Touristen aus Asien, Amerika und den Golfstaaten seien häufig übers Wochenende in Zürich, erklärt Sturzenegger gegenüber dem "Tages-Anzeiger". Und sie seien es nun mal gewohnt, in den grossen Tourismusdestinationen auch am Sonntag einkaufen zu können: "Shopping gehört zu ihrem Lifestyle".

Das Thema der erweiterten Ladenöffnungszeiten wurde in den vergangenen Jahren zwar diskutiert, jedoch nicht weiterverfolgt. So blieb es dabei, dass der Sonntagsverkauf meist nur an den Adventssonntagen in allen Geschäften und ganzjährig in den Läden am Hauptbahnhof möglich ist.

Nun wolle Sturzenegger in seinem siebten Jahr als Direktor von Zürich Tourismus der Forderung neuen Schub verleihen – auch auf Anraten des Vereins Zürcher Hoteliers.

Was sagt der Handel?

Als Nächstes wolle man das Gespräch mit dem Handel suchen, denn von diesem müsse eine entsprechende Forderung letztlich lanciert werden, sagt Sturzenegger. Dem Sonntagsverkauf gegenüber skeptisch eingestellte Ladeninhaber könnten auch über den Montag als Ruhetag nachdenken.

Markus Bischoff, Präsident des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich, kündigte gegenüber dem "Tages-Anzeiger" bereits Widerstand an: Zürich habe bereits "die liberalsten Öffnungszeiten". Den Vorstoss verstünde man als "Kriegserklärung", so Bischoff. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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