Fakten zu Diamanten: Was bedeutet eigentlich "Karat"?

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Sie sind wunderschön und meistens sehr teuer: Diamanten faszinieren die Menschen seit jeher. Sie sind viel älter, als man denken könnte, und entstehen Kilometer tief unter der Erde.

Ein besonders geschichtsträchtiger Diamant steht am Dienstag in Genf zum Verkauf. Der mehr als 300 Jahre alte "Grand Mazarin" war Teil der französischen Kronjuwelen und hat vier Königen, vier Königinnen, zwei Kaisern und zwei Kaiserinnen gehört. Der pinkfarbene Diamant hat 19,07 Karat. Aber was bedeutet eigentlich Karat?
Früher wurden die Johannisbrotbaumsamen als Masseinheit benutzt, da sie immer genau 0,2 Gramm schwer sind. Aus seiner wissenschaftlichen Bezeichnung "Ceratonia siliqua" wurde dann der Name Karat abgeleitet. Ein Karat entspricht also 0,2 Gramm.
Die Qualität eines Diamanten wird mit den vier Cs beschrieben: Carat (Karat), Cut (Schliff), Colour (Farbe) und Clarity (Reinheit).
Ein Diamant ist unter Druck kristallisierter Kohlenstoff.
Da Diamanten aus Kohlenstoff bestehen, sind sie dementsprechend auch ab einer Hitze von 800 bis 850 Grad brennbar.
Bei einigen Diamanten kann es vorkommen, dass sie fluoreszieren. Sie leuchten also, wenn sie von Licht angestrahlt werden. (Symbolbild)
Diamant ist der härteste, natürlich vorkommende Stoff.
Reine rote Diamanten sind sehr selten und deswegen auch die teuersten ihrer Art.
Durchschnittlich haben Diamanten ein Alter von ein bis drei Milliarden Jahren. Es gab sie also schon, als die Dinosaurier noch nicht gelebt haben.
Die Mehrheit der Diamanten wird nicht für Schmuck verwendet, sondern für industrielle Zwecke. Sie erfüllen nicht den hohen Anspruch der Diamantenhändler und werden beispielsweise als Bohrer verwendet.
Für ein Karat müssen durchschnittlich 250 Tonnen Erde aufbereitet werden.
Diamanten entstehen in Tiefen von 150 bis 200 Kilometern und bei Temperaturen von über 1.200 Grad Celsius. Unter extrem hohem Druck kristallisieren sie.
De Beers ist der grösste Diamantenproduzent und –händler der Welt, zeitweise hatte er bis zu 90 Prozent des Welthandels mit Rohdiamanten inne.
Verlobungsringe haben nicht immer einen Diamanten besessen. Den ersten Ring mit Diamanten überreichte im Jahr 1477 Maximilian I. von Habsburg Maria von Burgund anlässlich ihrer Verlobung.
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