Meilensteine der Raumfahrt

Meilensteine der Raumfahrt: So versucht die Menschheit, auch im All Fuss zu fassen.

Am 3. Oktober 1942 beginnt eine dunkle Vorgeschichte der modernen Raumfahrt mit dem ersten erfolgreichen Start der A4-Rakete, entwickelt von Ingenieur Wernher von Braun. Die Nazis bezeichnen sie als V2 - "Vergeltungswaffe 2". Beim Bau und dem Einsatz der Rakete kamen Zehntausende Lagerarbeiter in Deutschland sowie Zivilisten in den Zielgebieten um London und Antwerpen ums Leben.
Der wirkliche Sprung ins All gelingt der Menschheit mit dem Satelliten "Sputnik 1", der am 4. Oktober 1957 als erstes von Menschenhand geschaffenes Objekt die Erdumlaufbahn erreicht. Mit diesem Ereignis beginnt der "Wettlauf ins All" zwischen der Sowjetunion und den USA.
Und die Sowjets legen nach. Im November 1957 erreicht das erste Lebewesen die Erdumlaufbahn. Doch Hündin Laika überlebt den Ausflug ins All nicht, denn es gibt technische Probleme mit der Raumkapsel. Ein Wiedereintritt in die Erdatmosphäre misslingt.
Am 12. April 1961 fliegt die Menschheit erstmals selbst ins All. Kosmonaut Juri Gagarin umkreist in einer sowjetischen Raumkapsel als erster Mensch die Erde und sieht zum ersten Mal unseren Planeten mit eigenen Augen aus dem Orbit.
Am 18. März 1965 folgt der nächste Meilenstein. Kosmonaut Alexei Leonow verlässt als erster Mensch den Schutz seiner Raumkapsel und schwebt frei im All.
Im April 1981 feiern die USA die nächste Revolution in der Raumfahrt: Das Space Shuttle "Columbia" - der erste wiederverwendbare Orbiter der Menschheit - startet erfolgreich ins All und landet im Anschluss wieder sicher auf der Erde.
Mit der sowjetischen - später russischen - Weltraumstation MIR, die im Februar 1986 in den Orbit startet, schafft sich die Menschheit ein erstes Habitat im All. Bis 2001 umkreist die Station unseren Planeten und wird dann kontrolliert zum Absturz gebracht.
Der Nachfolger der MIR wird die Internationale Raumstation ISS, das erste wirklich weltweite Projekt. Die verschiedenen Module entstehen in Fabriken rund um den Globus. Seit 1998 wird an der Station über unserem Planeten gebaut.
Mit dem Weltraumteleskop "Hubble" richtet die Menschheit ihre Augen in die Weite des Weltalls wie nie zuvor. Das Objekt ist so gross wie ein Schulbus und wird am 24. April 1990 in den Orbit geschossen. Ein Fehler in der Optik macht die Aufnahmen zunächst unscharf, doch seit seiner Reparatur im Dezember 1993 liefert das Teleskop Bilder, die das Verständnis für das Universum nachhaltig verändert haben.
Bislang war die Menschheit selbst nur auf dem Mond. Die Erkundung unseres Sonnensystems übernehmen aber immer wieder Sonden und Rover. Besonders erfolgreich ist die Nasa hier auf dem Mars unterwegs. Auf dem Bild sind die drei Rover-Generationen (Pathfinder vorne, Spirit / Opportunity links, Curiosity rechts) zu sehen, die seit 1997 den Roten Planeten erkunden.
Am 06. Februar 2018 hob die Falcon-Heavy-Rakete der Firma SpaceX zum ersten Testflug ab und beförderte einen Tesla samt Dummy ins All. Die Schwerlast-Trägerrakete soll künftig Satelliten in den Erdorbit bringen. Durch die Wiederverwendbarkeit von Teilen der Rakete, sinken die Kosten des Transports.