• Forscher rechnen mit einem starken Anstieg des Meeresspiegels in den kommenden 30 Jahren.
  • Dies gefährdet laut Bericht insbesondere Städte an der US-Ostküste.
  • Deutlich mehr Überflutungen in Küstengegenden seien zu erwarten.

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Der Meeresspiegel könnte Berechnungen mehrerer US-Behörden zufolge in den kommenden 30 Jahren so stark steigen wie in den vergangenen 100 Jahren. Das ist umso alarmierender, als 40 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung an den Küsten des Landes leben.

Bis 2050 könnte der Meeresspiegel um die USA herum um durchschnittlich bis zu 30 Zentimeter ansteigen, hiess es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht, an dessen Anfertigung unter anderem die Raumfahrtbehörde NASA und die Umweltbehörde NOAA beteiligt waren. Das würde auch zu deutlich mehr Überflutungen in Küstengegenden führen.

Schlimmste Folgen erst ab 2100

"Dieser Bericht unterstützt die Ergebnisse früherer Studien und bestätigt, was wir schon lange wissen: Der Meeresspiegel steigt weiterhin in einem alarmierenden Mass an und bringt Menschen weltweit in Gefahr", sagte NASA-Chef Bill Nelson. "Die Faktenlage ist klar und dringendes Handeln wird gebraucht, um diese schon fortschreitende Klimakrise in den Griff zu bekommen."

Der Hauptautor des Berichts, William Sweet, sagte, die schlimmsten Folgen des Abschmelzens der Eisschilde in der Antarktis und in Grönland werden wahrscheinlich erst nach 2100 eintreten. Bis Mitte des Jahrhunderts würden "moderate" Überschwemmungen kleinere Überschwemmungen, die es in manchen Gebieten bereits regelmässig gibt, ersetzen, warnten die Forscher. "Es werden Gebiete überschwemmt werden, in denen es bisher keine Überschwemmungen gab", sagte Sweet. "Viele unserer grossen Ballungsgebiete an der Ostküste werden zunehmend gefährdet sein." (dpa/mko)  © dpa

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