Etwas Wärme gefällig? Das sind die heissesten Orte der Welt

Sehnen Sie sich an kalten Herbsttagen nach der Sommerhitze zurück? Wenn Sie die folgenden Rekordtemperaturen lesen, werden Sie sich über die kühlen Tage regelrecht freuen. Kommen Sie mit uns auf eine Reise zu den heissesten Orten der Welt. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Im August 2020 wurde im kalifornischen Tal des Todes, dem Death Valley, die höchste Temperatur seit mehr als 100 Jahren gemessen. Ganze 54,4 Grad Celsius wies man am 17. August nach. Allerdings ist dieser Wert nicht ganz so hoch wie der Rekordwert von 1913 - sagenhafte 56,6 Grad Celsius.
Wissenschaftler glauben aber inzwischen, dass bei der Messung von 1913 ein Fehler vorgelegen haben muss. Folglich wären die 54,4 Grad Celsius die bisher höchste jemals auf der Erde gemessene Lufttemperatur, das Death Valley, genauer gesagt der Ort Furnace Creek, wird damit zum heissesten Ort der Welt.
Bei besagten Temperaturen handelt es sich um Luftmessungen - am Boden wird es noch um einiges extremer: Im Jahr 1972 sollen schwindelerregende 98,8 Grad gemessen worden sein. Backofen-Feeling gibt es im Death Valley inklusive.
Laut dem Guinness Buch der Rekorde 2020 wurde im Death Valley auch der durchschnittlich heisseste Monat gemessen: Im Juli betrug die durchschnittliche Tagestemperatur in Furnace Creek 42,3 Grad Celsius. Wer an diesen Ort reisen möchte, der sollte definitiv hitzeresistent sein.
Ebenfalls erstaunlich heiss wird es im Bezirk Kebili in Tunesien. Hier herrschen im Sommer durchschnittlich über 40 Grad Celsius. Die höchste jemals gemessene Temperatur soll 1931 mit unglaublichen 55 Grad Celsius ihren Rekordwert erreicht haben - bis heute der Hitzerekord für Afrika.
Auch in Mitribah, einem abgelegenen Ort im Nordwesten von Kuwait, wird es unerträglich heiss. 2016 wurden hier 53,9 Grad Celsius gemessen - ausreichend für den Titel drittheissester Ort der Welt.
In Pakistan herrscht mitunter ebenfalls eine Affenhitze: Turbat ist Nummer vier unter den heissesten Orten der Welt, die von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, kurz: WMO) bestätigt worden sind. Am 28. Mai 2017 wurden 53,7 Grad gemessen.
In der unbewohnten iranischen Wüste Dasht-e Lut sollte man besser nicht auf Schuhe verzichten, denn es handelt sich um die heisseste Wüste der Welt. Der Sand wird angeblich bis zu 70 Grad Celsius heiss ...
2016 massen Satelliten sogar ganze 78,2 Grad Celsius - die höchste jemals auf der Erde gemessene Bodentemperatur. Dass hier keiner wohnt, ist somit nicht ganz unverständlich. Und offenbar lebte hier auch zuvor niemand: Es wurden bis heute keine Hinweise auf früheres menschliches Leben oder Fossilien gefunden.
Der Iran taucht in der Liste der zehn heissesten Orte der Welt gleich zweimal auf. Ganz schön schwül wird es in der Stadt Māhschahr (auch Bandar-e-Mashhar). Hier wurde 2015 der zweithöchste Hitzeindex - also eine Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit - gemessen: gefühlte 74 Grad sollen es gewesen sein. Die höchste tatsächlich gemessene Temperatur lag bei 51 Grad Celsius.
Das Vulkangebiet Dallol in Äthiopien ist nicht nur für seine Salzwasserquellen, Gasgeysire und Säurebecken bekannt, sondern auch für unerträgliche Hitze und einen weiteren Rekord ...
Von 1960 bis 1966 wurden hier täglich durchschnittlich 41 Grad Celsius gemessen - ein Rekord in Bezug auf die höchste Durchschnittstemperatur der Welt in einem bewohnten Gebiet. Regen fällt hier nie - was Dallol ausserdem zum trockensten Ort der Erde macht.
In der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis, in der Stadt El Azizia, soll es 1922 rund 58 Grad heiss gewesen sein. Damit wäre El Azizia der heissesten Ort der Welt. Allerdings wurde dieser Wert meteorologisch 2012 als unbestätigt deklariert. Heiss wird es an diesem Ort aber trotzdem mit Sicherheit: 48 Grad Celsius im Hochsommer sind keine Seltenheit.
Auch die kulturhistorisch bedeutende Stadt Ghadames in Libyen gehört in die Liste der heissesten Orte der Welt. Die Oasenstadt ist dank der Architektur der historischen Altstadt, die die Bewohner vor der drückenden Hitze schützen soll, seit 1986 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Im Sommer herrschen in Ghadames durchschnittlich 40 Grad Celsius und mehr. Die höchste Temperatur soll 55 Grad betragen haben - allerdings bleibt dies bisher von offizieller Seite unbestätigt.
In der sudanesischen Stadt Wadi Halfa gibt es so gut wie nie Regen. Der Juni zählt zu den heissesten Monaten, die Durchschnittstemperatur erreicht bis zu 41 Grad Celsius. 1967 wurden sogar 53 Grad gemessen.