• In der Schweiz wurde zum zweiten Mal seit vergangenem Jahr ein Japankäfer entdeckt.
  • Auf dem Wolfgottesacker in Basel-Stadt ging eines der Tiere in die Falle.
  • Der Japankäfer ist ein besonders invasiver Schädling und kann Pflanzen rapide zerstören.

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Erneut ist in der Schweiz ein Japankäfer in die Falle gegangen. Der invasive Schädling wurde dieses Mal auf dem Wolfgottesacker in Basel-Stadt gefunden. Es ist bereits der zweite Japankäfer, der im vergangenen Jahr in der Schweiz gesichtet wurde. Wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Montag mitteilte, stellte man auf dem Acker eine Falle auf, nachdem in Norditalien und dem Südtessin bereits Japankäfer entdeckt wurden.

Bei dem Japankäfer handelt es sich um einen invasiven Schädling, der in der Schweiz sowie in der EU als sogenannter Quarantäneorganismus gilt. Das bedeutet gemäss der Mitteilung, dass die Basler Stadtgärtnerei den Befall auf dem Wolfgottesacker dem Bund meldet und direkt Massnahmen ergreift.

Japankäfer sorgen für grosse Schäden an Pflanzen

Das Problem mit dem Käfer: Er kann den Pflanzen massiv schaden. Die Engerlinge leben im Boden und ernähren sich vorwiegend von Graswurzeln. Der ausgewachsene Käfer dagegen frisst die Blätter verschiedener Pflanzen. Er bringe die betroffenen Pflanzen zwar nicht direkt zum Absterben, allerdings setze ihnen ein allfälliger Kahlfrass stark zu, heisst es in der Mitteilung des BVD.

Um eine allfällige Ausbreitung des Käfers frühzeitig festzustellen, stellt die Stadtgärtnerei im Umkreis von zwei Kilometern um die Fundstelle nun 18 Fallen auf. Fünf davon auch auf Baselbieter Boden. Diese werden zweimal pro Woche kontrolliert.

Der Japankäfer ist nur ungefähr einen Zentimeter gross und sieht dem Mai- und Junikäfer ähnlich. Die Flügel des Käfers schimmern metallisch kupferfarben. Kopf und Körper glänzen grünlich. In Europa wurde der Schädling in den 1970er Jahren zum ersten Mal auf den Azoren festgestellt. 2014 fand man das Tier dann in Norditalien und ab 2017 in der Nähe der Schweizer Grenze. Im Kanton Tessin erfolge seither vorsorglich ein Monitoring, heisst es in der Mitteilung des BVD weiter.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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