Faszinierende Bilder unseres Planeten

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Wirbelstürme, Lichtermeere und Eiswüsten: Unsere Erde gewährt wunderschöne, faszinierende oder auch bewegende Einblicke vor allem aus der Weltraum-Perspektive.

Der Sentinel-3A Satellit der ESA schoss dieses Panorama des Südwestens Australiens. Vor allem links unten im Bild werden die Einflüsse des Menschen deutlich. Hier sieht man ein grosses landwirtschaftlich dominiertes Gebiet, abrupt unterbrochen durch die Grenze von Wäldern und Nationalparks.
Wind sichtbar gemacht: Mithilfe der Daten aus NASA Satelliten konnten Wissenschaftler die verschiedenen Partikel in der Luft verfolgen und so diese Karte erstellen. Auffällig ist die gewaltige Wolke Sahara-Staub, die auf den Atlantik zieht. Ebenfalls gut zu erkennen: Die Hurrikanes auf den Ozeanen tragen Meersalz mit sich.
Das immense Wirtschaftswachstum in China verändert die Landschaft dramatisch. Vor 30 Jahren war diese Region der Shandong-Halbinsel noch ein ausgedehntes Watt, Heimatort von unzähligen Vogelarten. Heute gestaltet der Mensch die Landschaft. Der Satellit Landsat 8 knipste das Foto im September 2017.
Auch hier prägt der Mensch das Gelände. Doch ein Rückzugsort für die Natur ist in New York City geblieben. Umringt von Brooklyn, Queens und dem Flughafen befindet sich Jamaica Bay. Trotz des Fluglärms und durchrasenden Zügen, ist die Bucht ein Paradies für Vogelbeobachter oder Kajakfahrer.
Der Copernicus Sentinel-3A-Satellit führt uns über die Antarktische Halbinsel und das angrenzende Larsen-Schelfeis, von dem im Juli ein riesiger Eisberg abbrach (Mitte). Seitdem wird der Berg vom Wasser ständig hin und hergeschubst und stösst an das Eisschelf. Die Lücke scheint sich nun aber zu verbreitern. Wolken erscheinen auf dem Falschfarbenbild rosa, das Eis blau.
Im Osten Mexiko Citys: Das schachbrettartige Strassennetz der Stadt wird abrupt von den grossen Fernstrassen zum Flughafen unterbrochen. Rechts im Bild des Kompsat-2 Satelliten sieht man den riesigen Stausee. Ursprünglich war das ganze Tal mit dem Wasser des Texcoco-Sees bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden aber immer grössere Teile trockengelegt. Heute ist der See vollständig verschwunden.
Der Nordenskiold-Gletscher auf Grönland (rechts im Bild) ist nur ein kleiner Teil der mächtigen Eisdecke auf der Insel. Doch der Klimawandel macht sich auch hier zu schaffen. Anhand von Satellitenbilder der ESA errechneten Wissenschaftler, dass Grönland in nur drei Jahren rund eine Billion Tonnen Eis verlor und damit 0,75 mm pro Jahr zum globalen Anstieg des Meeresspiegels beitrug.
Gut zwei Monate nach dem Abbruch eines gigantischen Eisbergs in der Antarktis hat sich in der Westantarktis im September wieder ein grosser Eisbrocken gelöst. Der Eisberg hatte etwa die Fläche von Frankfurt. Der Landsat 8 Satellit der NASA ermöglichte dieses Foto, auf dem der Riss deutlich erkennbar ist. Zwei Tage nach der Aufnahme brach der Brocken ab.
Auch auf der Erde haben Touristen hier einen spektakulären Blick: Der Sand der Wüste trifft auf die Fluten des Flusses Tsauchab. Das suggerieren zumindest die bläulich-weissen Töne in der unteren Bildhälfte. Tatsächlich ist der Fluss auf dem Falschfarbenbild des koreanischen Kompsat-2 Satelliten aber ausgetrocknet.
Der Sentinel-2A Satellit zeigt uns die Inseln und Halbinseln des Irrawaddy Delta in Myanmar. Mit einer Länge von 2.200 Kilometern durchfliesst der Irrawaddy das Land von Nord nach Süd bevor er im Golf von Martaban mündet. Der Fluss macht die Gegend sehr fruchtbar und schiebt das Delta durch Sedimentablagerungen jedes Jahr bis zu 60 Meter hinaus ins Meer.
Am 13. August 2017 fotografiert Astronaut Randy Bresnik die Bahamas von der ISS aus. In den sozialen Netzwerken schwärmt er: "Die Bahamas sind atemberaubend. Das leuchtende Türkis des Wassers ist absolut umwerfend."
Der Schiwelutsch in Russland ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Hier im Bild ist allerdings nur der obere Teil des Massivs zu sehen, der sich qualmend durch die dichte Wolkendecke schiebt. Das Bild wurde am 20. August 2017 von einem japanischen Satelliten geschossen.
Mitten in der kargen Landschaft nahe der Stadt Moab in Utah strahlen Wasserbassins in kräftigen blauen Farben. Auf 160 Hektar erstrecken sich die Becken in denen für die Landwirtschaft wichtige Kalisalze durch Verdunstung gewonnen werden. Die satten Farben entstehen durch den Einsatz von verschiedenen Farbstoffen, welche die Verdunstung beschleunigen.
Diese Landschaft formte der Wind. Wie Forscher herausfanden, wandern die Seen und Weiher hier am Atchafalaya Delta in den USA in Windrichtung. Dazu verglichen die Forscher tausende Satellitenbilder von 1982 bis 2016. Das Falschfarbenbild des "Operational Land Imager" auf dem "Landsat 8" zeigt deutlich die Strömungen des Wassers.
NASA Astronaut Randy Bresnik erwischte den Supertaifun Noru am 1. August vom Fenster der ISS aus. Der riessige Sturm bewegt sich aktuell auf Japan zu. Der Fotograf twittert dazu tief beeindruckt: "Man staunt über die Grösse dieses Wetterphänomens. Man kann die Stärke selbst aus 250 Meilen Höhe förmlich spüren". Es werden Schwere Sturmfluten, extremer Regen und Orkanwinde erwartet.
Die kreisförmige Struktur auf dem Bild des Sentinel-2 Satelliten ist der Pilanesberg in Südafrika. Er ist das Ergebnis über einer Milliarden Jahre geologischer Aktivität. War er einstmals ein riesiger vulkanischer Komplex mit über 7.000 Metern Höhe, haben ihn die Millionen Jahre der Erosion zu eine Landschaft konzentrischer Ringe von Hügeln geformt.
Boliviens Salar de Uyuni: die grösste Salzpfanne der Welt. Die Ebene erstreckt sich über 10.000 Quadratkilometer in den zentralen Anden. Vor 40.000 Jahren war dieser Bereich Teil eines riesigen Sees. Dieser trocknete aus und hinterliess die Salzpfanne. Die geometrischen Formen sind grosse Verdunstungs-Teiche, wo Lithium aus Salzsole isoliert wird.
Auch wenn das Satellitenbild des "Copernicus Sentinel" zunächst danach aussieht, bricht hier gerade nicht der Vesuv aus. Italien litt Mitte Juli dieses Jahres unter extremer Trockenheit. Das Ergebnis: Rauchsäulen von Bränden steigen an den Hängen des Vulkans auf. Offenbar handelte es sich um Brandstiftung.
In der Region um die südkoreanische Hauptstadt Seoul leben circa 25 Millionen Menschen. Dieses vom Esa-Satelliten "Proba-V" im Oktober 2016 aufgenommene und nun veröffentlichte Falschfarbenbild zeigt das Stadtzentrum (hellblau) und macht deutlich, von welch bergigem Gelände (rot) die Metropole umgeben ist.
Das Great Barrier Reef mit seinen über 1.000 Fischarten ist das weltweit am stärksten geschützte Meeresgebiet. Was der Satellit Copernicus Sentinel-2A im Juni jedoch eingefangen hat, ist besorgniserregend. Schon wieder zerstört eine Korallenbleiche Teile des Riffs. Dies geschieht, wenn für die Korallen überlebenswichtige Algen durch die hohen Wassertemperaturen vertrieben werden.
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