So lange braucht die Natur, um unseren Müll zu zersetzen

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Von
Mathias Heim

4.000 Jahre für eine Glasflasche, immerhin 5 für einen Zigarettenstummel: Seinen Müll sollte man nicht achtlos wegwerfen - denn um ihn abzubauen, braucht die Natur eine halbe Ewigkeit.

Das Pfandsystem sorgt dafür, dass möglichst wenig PET-Flaschen in der freien Natur landen. Dort würden sie satte 400 Jahre auf Ihre vollständige Zersetzung warten. Andere Schätzungen gehen sogar von bis zu 1.000 Jahren aus.
Weggeschnipst ist der Stummel schnell. Doch dann bleiben die Reste der Zigarette eine ganze Weile liegen: Etwa fünf Jahre dauert es, bis sie sich zersetzt haben.
Die dünnen Tüten für das Obst im Supermarkt werden vielleicht eine Stunde benutzt. Würden sie dann in der Natur landen, hätte die ein wenig länger damit zu tun: 10 bis 20 Jahre, schätzen Experten, dauert die Zersetzung.
Dickere Plastikfolie braucht noch ein gutes Stück mehr Zeit: 30 bis 40 Jahre nämlich.
Unseren Coffee to go halten sie eine halbe Stunde warm - die Natur halten sie ein halbes Jahrhundert auf Trab: 50 Jahre dauert es, bis ein Styroporbecher zersetzt ist.
Chipstüten brauchen sogar 80 Jahre, bis sie verschwunden sind.
Verrotten wird diese Getränkedose nie. Die dafür nötigen Bakterien und Pilze halten sich von Metallen fern. Die Dose zerfällt aber irgendwann in ihre kleinesten Teile. Doch das kann dauern - bis zu 500 Jahre.
Zum Vergleich: Schon nach zwei Wochen fängt das Gehäuse des Apfels an, sich aufzulösen. Nach wenigen weiteren ist er vollkommen verschwunden.
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