Schwerkraft? Kenne ich nicht! Tiere mit Superkräften

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Um an den widrigsten Orten dieser Erde zu überleben, haben einige Tiere einfach unfassbare Fähigkeiten entwickelt.

Tiere versetzen uns immer wieder ins Staunen mit ihren scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten. So wie der Alpen-Steinbock, der sogar an nahezu senkrechten Felswänden mühelos auf und ab spaziert. Und das Tierreich hat noch mehr Vertreter mit Superkräften zu bieten.
Der Sternnasen-Maulwurf hat die sensibelste Nase im Tierreich. Ihre 22 "Tentakeln" verschliessen beim Graben die Nasenlöcher und verhindern, dass Schmutz hinein gerät. In nur 0,1 Sekunden ortet der Maulwurf damit auch seine Beute. Seine Nase funktioniert sogar unter Wasser: Er atmet Luftblasen aus und wieder ein - und untersucht sie nach Hinweisen auf Beute.
Das Wüstenchamäleon muss in von Dürre und Hitze bestimmten Regionen zurechtkommen. Deswegen reguliert es über seine Färbung die Körpertemperatur. Um sich nach einer kalten Nacht aufzuwärmen, färbt es sich schwarz. Zur heissen Mittagszeit trägt es helle Haut und senkt damit seine Temperatur sogar unter die der Umgebung.
Wüstenameisen besitzen ein eingebautes GPS, das über Sonnenkompass, Wegintegrator, optische Landmarken und den Geruchssinn funktioniert. Die Ameisen merken sich dafür die Verteilung verschiedener Düfte in der Nestumgebung und setzen sie wie eine Landkarte ein.
Fangschreckenkrebse verfügen über gleich zwei Superkräfte. Ihre Scheren schnappen innerhalb von Millisekunden auf und zu. Damit erreichen sie eine Schlagkraft von bis zu fünf Kilogramm. Durch den Aufprall entsteht ein starker Unterdruck, der eine Schockwelle auslöst. Darüber hinaus können sie als einziges Tier ihr Farbsehen ausschalten, um sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen.
Afrikanische Wildhunde gehören zu den schnellsten Landtieren überhaupt und erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 55 Kilometern pro Stunde. Bei der Ausdauer sind sie Spitzenreiter: Kein Tier hält diese hohen Geschwindigkeiten so lange aufrecht wie die Wildhunde. Das bedeutet natürlich auch schlechte Karten für die Beute.
Bärtierchen sind überall. Den weniger als einen Millimeter grossen Achtbeinern machen weder extreme Kälte noch Hitze, hochenergetische Strahlung oder organische Lösungsmittel etwas aus. Sind die Bedingungen besonders widrig, ziehen die Bärtierchen ihre Beine ein. Dabei trocknen ihre Zellen aus. Durch diesen vorübergehenden Scheintod können sie lange Zeiträume überleben.
Auf Madagaskar lebt das Aye-Aye, das aus offensichtlichen Gründen auch Fingertier genannt wird. Der überlange Finger erfüllt einen wichtigen Zweck: Mit ihm klopft das Aye-Aye Baumrinden ab, um zu horchen, ob sich dahinter Insekten verbergen. Hat es einen Hohlraum gefunden, nimmt die Duchblutung des Fingers deutlich zu. Er wird wärmer, pulsiert und kann so die Beute besser aufspüren.
Ein Meister der Tarnung ist der Vizekönig. Der nordamerikanische Schmetterling passt sich nicht etwa seiner Umgebung an, vielmehr ahmt er den Monarchfalter täuschend echt nach. Monarchfalter sind giftig für Vögel und werden daher nicht gefressen. Diese abschreckende Wirkung macht sich der Vizekönig zunutze. Die Kunst der Nachahmung im Tierreich wird Mimikry genannt.
Mit ihren neun Gehirnen sind Kraken die Intelligenzbestien unter den wirbellosen Tieren. Bei Forschungsexperimenten schneiden sie oft sogar besser ab als Säugetiere. Angeblich verfügen sie auch über ein Kurz- und Langzeitgedächtnis sowie ein ausgeprägtes Schmerzempfinden, die eigentlich nur Wirbeltieren zugeschrieben werden.
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