Auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Start der ersten Mondlandungs-Mission von "Apollo 11" gehen die Blicke wieder gen Himmel. Am Dienstagabend ist in der Schweiz die letzte partielle Mondfinsternis bis 2022 zu beobachten - wenn das Wetter mitspielt.

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Am Dienstag lohnt sich der Blick in den Nachthimmel besonders: Der Vollmond taucht zu einem grossen Teil in den Erdschatten ein - es gibt eine partielle Mondfinsternis, wie unter anderem "Nau.ch" berichtet. Das Maximum ist gegen 23:30 Uhr zu erwarten, dann sind knapp zwei Drittel des Mondes vom rötlichen Schatten der Erde bedeckt.

Danach nimmt der Schatten immer weiter zu, bis der Mond etwa ab Mitternacht allmählich wieder herauswandert. Das Besondere an dem Himmelsphänomen ist das Aufgehen des Mondes in der noch hellen Dämmerung – während der Mond langsam in den Erdschatten eintaucht, wird es immer dunkler.

Gegen 1 Uhr nachts am Mittwoch wird der Erdtrabant den Kernschatten wieder verlassen haben.

Was ist eine partielle Mondfinsternis?

Um den Mond teilweise zu verfinstern, müssen Sonne, Erde und Mond in der richtigen Position zueinanderstehen. Steht die Erde während eines Vollmonds zwischen Sonne und Mond, fällt ihr Schatten auf den Mond – er wird verfinstert.

Bei einer partiellen Mondfinsternis wandert der Mond nicht komplett, sondern nur zum Teil durch den Erdschatten. Nur ein Teil des Mondes wird so verdeckt. Während sich der Mond bei einer totalen Mondfinsternis rot färbt, geschieht das bei einer partiellen Finsternis nicht.

Was muss beachtet werden?

Wer plant, die Mondfinsternis zu beobachten, sollte folgende Faktoren berücksichtigen:

- Für die Beobachtung ist eine unverstellte Aussicht nach Südosten und Süden nötig, der Mond erreicht während der Finsternis nur eine geringe Höhe über dem Horizont.

Zum Siebenschläfertag: Diese Vorhersagen sind wirklich stimmig.

- Häuser, Bäume oder Berge sollten den Blick nach Osten nicht versperren.

- Die beste Sicht gibt es von möglichst dunklen Orten ohne sogenannten Lichtsmog, der von der Beleuchtung in der Stadt verursacht wird.

- Bei der Beobachtung der partiellen Mondfinsternis braucht man im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis keine Schutzbrille.

2022 die nächste Mondfinsternis über Mitteleuropa

Nur wenn das Wetter stabil und die Wolkenfelder in der Nacht gering sind, ist die partielle Mondfinsternis überhaupt zu sehen. Allzu oft kommen Europäer nicht in den Genuss eines solchen Himmelsschauspiels.

Die nächste von Mitteleuropa aus gut sichtbare partielle Mondfinsternis wird erst am 16.5.2022 erwartet - dann allerdings am frühen Morgen. Am Nachthimmel wird sie erst am 7.9.2025 wieder zu sehen sein. Die nächste totale Mondfinsternis wird sogar erst am Silvesterabend 2028 sichtbar sein. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN