World Press Photo 2018: Der Gewinner und die anderen Nominierten

Die "World Press Photo Foundation" ist eine gemeinnützige Organisation, die jedes Jahr die besten Pressefotos des Jahres sucht. Nun hat sie das World Press Photo 2018 gekürt. Achtung: Einige der Fotos beziehen sich auf aktuelle Krisensituationen und können verstörend wirken.

Zivilisten, die in Mossul (Irak) verharrten, weil sie ihre Stadt nicht dem IS überlassen wollten, warten auf eine Hilfslieferung. Nachdem sie Monate in der letzten IS-Hochburg festsassen, wurde Nahrung und Trinkwasser knapp. Die Menschen, die sich entschieden, in Mossul zu verharren, anstatt in eines der Camps zu flüchten, sind dringend auf die Hilfslieferungen angewiesen.
Ein Junge wird von Soldaten in Sicherheit gebracht. Das Foto entstand in der Altstadt von Mossul (Irak), der letzten Hochburg desIslamischen Staates (IS). Die Soldaten vermuteten, dass der Junge von einem IS-Kämpfer als menschliches Schild verwendet wurde, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Junge wurde allein auf der Strasse vorgefunden. Einer der Soldaten willigte ein, den Jungen zu adoptieren, der kein Wort sprach und dessen Name nicht bekannt war.
Die 14-jährige Aisha posiert für ein Portrait in Maiduguri, Borno State (Nigeria). Aisha wurde von der Terrororganisation Boko Haram gekidnapped und mit einem Selbstmordattentat beauftragt. Nachdem sie schon mit einem Sprengstoffgürtel ausgestattet wurde, wurde sie gerettet.
Leichen von Rohingya-Flüchtlingen, die versucht hatten, von Myanmar nach Bangladesch zu flüchten, und deren Boot kurz vor der Küste kenterte, werden abtransportiert.
Eine Passantin versucht eine verletzte Frau zu beruhigen, nachdem ein Attentäter in London im März fünf Personen mit einem Auto getötet hatte.
Shizai ist eine Papier-Recycling Firma in Tokio (Japan), die 1969 gegründet wurde. Sie erhält 50 bis 60 Tonnen Material pro Tag. Das Papier wird in Japan verkauft oder nach China und Vietnam exportiert.
Die Zuschauer im Kim-Il-sung-Stadion in Pjöngjang in Nordkorea warten auf den Start des Pjöngjang Marathons. Ein Sicherheitsbeamter bewacht den Ausgang.
Nach einem anstrengenden Tag wird den Pferden auf der Insel Sumbawa (Indonesien) ein kühles Bad genehmigt. Die Kinder ergreifen die Möglichkeit, um etwas mit den Pferden zu spielen und auf ihnen zu reiten.
Mitglieder der beiden Teams Up'ards und Down'ards kämpfen beim jährlichen, historischen "Royal Shrovetide Football "-Spiel in Ashbourne (Grossbritannien) um den Ball.
Das tägliche Leben in Sansibar spielt sich am Meer ab. Dennoch dürfen Frauen nicht Schwimmen lernen. Das "Panje Project" gibt Frauen die Möglichkeit, in speziellen Badeanzügen das Schwimmen zu lernen, ohne dabei mit ihrer Religion in Konflikt zu treten.
Auf dem Foto sind zwei Brüder zu sehen, die gemeinsam in einer traditionellen Höhlenwohnung im Lössplateau in Zentralchina leben. Die Höhlen sind gut isoliert und ermöglichen ihren Bewohnern, den kalten Winter zu überstehen.
Vier grosse Meeresströme treffen bei den Galapagosinseln aufeinander und ermöglichen so eine unglaubliche Artenvielfalt. Auf dem Foto sind Meeresschildkröten zu sehen.
Die Population an Weisskopfseeadlern in Dutch Harbor, Alaska (USA), ist so gross, das viele Adler von Fischabfällen abhängig sind.
Männer der ethnischen Gruppe der Nyangatom arbeiten am Ufer des Flusses Omo in Kangata, im Süden Äthiopiens. Im Hintergrund wird eine Brücke gebaut, die das Territorium der Karo mit dem der Nyangatom verbinden soll. Die Brücke wird von einem der grössten chinesischen Bauunternehmen finanziert.
Polizisten an einem Tatort einer Schiesserei in Guatemala-Stadt. Guatemala leidet seit Jahren unter den Folgen von Drogenhandel und organisiertem Verbrechen.
Säuberungsaktionen gegen Rohingya-Muslime in Myanmar, ausgeführt von der burmesischen Armee, führen zu hunderttausenden von Flüchtenden. Beim Versuch, mit dem Boot oder zu Fuss nach Bangladesch zu gelangen, sterben viele.