Jörg Hausmann

Redakteur Sport

Schreiben ist meine Leidenschaft - und der Sport. Im Journalismus beides miteinander zu verbinden, war ein Kindheitstraum von mir. Meinen Weg ins Medium habe ich klassisch über ein lokales Blatt, die "Gelnhäuser Neue Zeitung", 1991 als Freier begonnen. 1999 bin ich - im damals werdenden - Online-Journalimus gelandet. Bei Eurosport war ich der erste deutsche Online-Redakteur und Ressortleiter Fussball. 2006 habe ich in Augsburg mein Magister-Studium der Politologie beendet. Parallel verdiente ich mir meinen Lebensunterhalt bei t-online.de. Dort durfte ich sechs Jahre lang kommentieren, wenn die Gebrüder Klitschko um WM-Gürtel boxten. Zudem moderierte ich das "Sportkolleg". 2012 landete ich als Sport-Redakteur bei MSN. Abstecher machte ich zudem zu Sky und kabel eins Doku. Seit 2. November 2018 stecke ich mein Knowhow und meine Erfahrung in die Berichterstattung auf WEB.DE, GMX und 1&1. Neben dem Fussball gehört meine Leidenschaft vor allem dem Wintersport, dem Motorsport, Olympia und Tennis.

Artikel von Jörg Hausmann

Sie kann ihren Präsidenten nicht leiden, doch US-Nationalspielerin Megan Rapinoe erfüllt Donald Trumps Auftrag, Amerika gross zu halten, auf dem Fussballfeld. Mit ihren Toren sorgt die 33-Jährige bei der Frauen-WM in Frankreich dafür, dass sich der Rekord-Weltmeister USA auf Endspielkurs befindet - und spaltet gleichzeitig die Nation.

Italiens Albtraum ist wahr geworden: Das torlose Remis zwischen Frankreich und Rumänien hat dem Gastgeber am letzten Abend der Gruppenphase bei der U-21-EM das befürchtete Aus beschert. Wer an eine Verschwörung glauben will, tut das.

Marta hat die Frauen-WM in Frankreich nach einem Fussball-Krimi gegen die Gastgeberinnen im Achtelfinale verlassen müssen. Die 33-Jährige war sechsmal Weltfussballerin des Jahres. Weltmeisterin wird sie nicht mehr werden. Sie hat die grosse Bühne trotzdem genutzt: für eine Botschaft, die über den Fussball weit hinausgeht.

Dynamo Dresden trauert um eine Klub-Legende: Völlig überraschend ist im Alter von 53 Jahren Jörg Stübner verstorben. Die Todesursache ist noch unklar. Der ehemalige Nationalspieler der DDR war unter anderen Teamkollege von Matthias Sammer und Ulf Kirsten.

Ohne Oliver Kahns Können, Willen und Besessenheit wäre der Trophäenschrank des FC Bayern München deutlich leerer. Wenige Spieler in der Geschichte der Bundesliga polarisierten so wie die Torhüter-Legende des Rekordmeisters. Nie gab er ein Spiel verloren. Sein Motto: "Weiter, immer weiter!" Am 15. Juni wird der "Titan" 50 Jahre alt.

Australien entreisst den favorisierten Brasilianerinnen bei der Frauenfussball-WM in Frankreich nach einem 0:2-Rückstand den Sieg und triumphiert mit 3:2. Besonders sauer darüber ist Brasiliens Kapitänin Marta. Die beste Torschützin der WM-Geschichte attackiert die Schiedsrichterin aus der Schweiz und den deutschen Video-Assistenten.

Sebastian Vettel war egal, was die Menschen von ihm dachten: In dem Moment, als er sich um den - aus seiner Sicht - verdienten Sieg beim Grand Prix von Kanada in Montreal von den Rennkommissaren betrogen fühlte, missachtete er beinahe alle Regeln, die nach dem Zieleinlauf gelten. Ferrari kündigte Protest gegen die Wertung des Rennens an.

Manuel Neuer bleibt keine andere Wahl: Der Weissrusse Yuri Kovalev ist über die rechte deutsche Abwehrseite durchgebrochen und kein Verteidiger mehr zur Stelle. Der deutsche Torwart nutzt die Gelegenheit, um seine unbestrittenen fussballerischen Künste in die Waagschale zu werfen und bleibt in einer brenzligen Situation so cool wie sonst auch zwischen den Pfosten.

Mit dem Auftaktspiel gegen China startet die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in die WM in Frankreich. Die 90 Minuten gegen den WM-Finalisten von 1999 sind wegweisend für den gesamten Turnier-Verlauf. Anstoss in Rennes ist um 15 Uhr.

Das Warten hat ein Ende: Nach 1998, als die Männer im Endspiel über Brasilien triumphierten, findet erstmals auch eine Frauenfussball-WM in Frankreich statt. Im Eröffnungsspiel bekommen es die Gastgeberinnen mit Südkorea zu tun. Anstoss ist um 21 Uhr.

Drei Mal bereits holte die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bei einer Fussball-WM den Titel, zuletzt 2007. Als 2011 im eigenen Land der Hattrick winkte, kam das bittere Aus aber bereits im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Japan. Acht Jahre später in Frankreich heissen die Gruppengegner China, Spanien und Südafrika.

Acht Jahre lang wird die Bundesliga anno 1999 bereits live übertragen, dem Pay-TV-Sender Premiere sei dank. Das Bundesliga-Abstiegsfinale 1999 aber wird zum Hochamt der guten alten Radio-Konferenz. Die Ereignisse überschlagen sich an den drei entscheidenden Schauplätzen in Bochum, Frankfurt und Nürnberg in derart atemberaubender Abfolge, dass Fans und Reportern die Herztropfen ausgehen. Am Ende ist der Nürnberger Club der "Depp" und Eintracht Frankfurts Trainer Jörg Berger unsterblich.

Als Union Berlin den grössten Erfolg seiner Vereinsgeschichte eintütet, sitzt der Boss auf der Toilette. Lokalrivale Hertha BSC gratuliert - allerdings zum Aufstieg. Und ein 84-jähriger Union-Fan versucht, sein Glück in Worte zu fassen. Die Bundesliga kann sich mit dem Neuankömmling also auf einiges gefasst machen.

Beim FC Bayern München wird Identifikation gross geschrieben. Das Motto "Mia san mia" ist kein Marketing-Slogan, sondern wird insbesondere unter Manager und Präsident Uli Hoeness seit Jahrzehnten gelebt. Ein Blick in die prominente Bayern-Familie.

Der FC Bayern München schreibt am 26. Mai 1999 in Barcelona Geschichte - jedoch anders als geplant. 90 Minuten lang sieht der deutsche Vizemeister gegen den Vizemeister aus England, Manchester United, wie der sichere Sieger aus - führt aber aufgrund fahrlässigen Umgangs mit der eigenen Überlegenheit nur mit 1:0. Was dann passiert, hat die Fussballwelt im Rahmen eines Champions-League-Endspiels noch nicht gesehen.

Kein Fussballspiel läuft wie das andere. Was sich aber am 26. Mai 1999 im Camp Nou des FC Barcelona zwischen dem FC Bayern München und Manchester United abspielt, sprengt jede Vorstellungskraft. Der Sieg in der Champions League geht nach einem Doppelschlag in der Nachspielzeit nach England. Der unterlegene Trainer Ottmar Hitzfeld erinnert sich.

Bis zum letzten Spieltag musste der FC Bayern München unter seinem neuen Trainer Niko Kovac um den Gewinn des Meistertitels zittern. Dass Kovac lieferte, was von ihm erwartet wurde, lobt dessen früherer Trainer Ottmar Hitzfeld angesichts der Umstände in den höchsten Tönen. Hitzfeld glaubt, dass Kovac den Pokalsieg gar nicht mehr braucht, um im Amt zu bleiben.

Heute unvorstellbar: Nach seiner ersten Meisterschaft im Jahre 1932 wartet der FC Bayern München 37 Jahre lang auf die zweite. Vier Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga gelingt dem neuen Trainer Branko Zebec der Coup mit einem Mini-Kader. Lernen Sie die Spieler von einer ganz persönlichen Seite kennen.

Kurzzeitig schien sich die Situation in Stuttgart zum Guten zu wenden. Unter Interimstrainer Nico Willig holen die Schwaben aus vier Partien sieben Punkte und retten sich in die Relegation. Nach dem Remis im Hinspiel kippt die Stimmung wieder.

Am 23. Mai 2009 wird der VfL Wolfsburg sensationell Deutscher Meister. Den Grundstein für den ersten Meistertitel legt die Mannschaft von Felix Magath am 26. Spieltag mit einem Gala-Sieg gegen Bayern München - inklusive eines Zaubertors von Grafite. Wir blicken zurück.

Mit dem Verlust konnte Niki Lauda angesichts der Lebensgefahr, in der er sich befunden hatte, leben: 1976 verstümmelte der furchtbare Feuerunfall des österreichischen Formel-1-Weltmeisters dessen rechtes Ohr. Im Zuge eines Interviews machte Lauda 37 Jahre später daraus einen rabenschwarzen Witz.

Lange Zeit wurde Julian Brandt mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht und vom Rekordmeister umworben, doch das Rennen um eines der grössten Offensiv-Talente des deutschen Fussballs macht Borussia Dortmund. Brandt,seit 2014 bei bayer Leverkusen unter Vertrag, stürmt ab kommendem Sommer im Trikot des BVB.

Niki Laudas Familie war bis zum letzten Atemzug an der Seite der Formel-1-Legende. Im Alter von 70 Jahren schied der österreichische Nationalheld friedlich aus dem Leben. Sein Arzt bestätigt, dass Laudas Tod nicht überraschend kam.

Manfred Burgsmüller war nur drei Mal Nationalspieler, nie Torschützenkönig, und erst als 38-Jähriger durfte sich der technisch feine Stürmer aus Essen endlich Deutscher Meister nennen. Doch seine Torausbeute ist herausragend. Ein Rückblick.

Der Hamburger SV war nach dem ersten Abstieg seiner meist ruhmreichen Geschichte zum Aufstieg verdammt. Mit dem 1:4 in Paderborn aber verspielte der Dino der Bundesliga seine letzte Chance. Erst landeten vier Bälle im Netz - und anschliessend jede Menge Häme über das Versagen des Vereins.