Wenn deine frisch gewaschene Wäsche stinkt, können verschiedene Ursachen dahinterstecken. Wir zeigen dir, woran es liegen kann und was du dagegen tun kannst.

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Kleidungsstücke, Handtücher und andere Textilien sollten nach dem Waschen eigentlich angenehm und sauber riechen. Doch das ist leider nicht immer der Fall. Die Ursachen können bei der Waschmaschine liegen oder an den Textilien selbst. Zum Glück gibt es Strategien, die verhindern, dass die Wäsche stinkt.

Wäsche stinkt: Ist die Waschmaschine schuld?

Bevor du die Ursachen bei der Wäsche suchst, solltest du einen genauen Blick in deine Waschmaschine werfen. Oft ist sie nämlich der Grund für stinkende Wäsche. Wenn sie von innen verkalkt oder verschmutzt ist, helfen die folgenden Tipps für duftende Wäsche nicht weiter.

Am besten reinigst du deine Waschmaschine in regelmässigen Abständen, zum Beispiel zweimal jährlich. Wie das geht, liest du hier: Stinkende Waschmaschine reinigen – so geht’s mit Hausmitteln.

Tipp: Schmutz und Bakterien sammeln sich hauptsächlich, weil heutzutage vieles nur noch bei niedrigen Temperaturen von 30 bis 40 Grad Celsius gewaschen wird. Um dem vorzubeugen, solltest du deine Maschine einmal im Monat bei 90 Grad Celsius beziehungsweise Kochwäsche laufen lassen. Möchtest du Energie sparen, kannst du darauf verzichten – dann solltest du die Waschmaschine jedoch ein- bis zweimal häufiger pro Jahr gründlich reinigen.

Wenn deine Wäsche stinkt und du dir sicher bist, dass nicht die Waschmaschine daran schuld ist, solltest du nach anderen Ursachen suchen. Die häufigsten zeigen wir dir im Folgenden.

Wäsche stinkt, weil sie zu lange in der Maschine liegt

Es ist uns allen schon einmal passiert – die Wäsche wird in die Maschine gesteckt und dann vergessen. Die gewaschene Kleidung liegt also stundenlang feucht in der Trommel. Dabei entstehen nicht nur unschöne Knitterfalten, sondern auch Bakterien. Diese verursachen den unangenehmen, muffigen Geruch, der von allein nicht mehr verfliegt.

Achte also darauf, dass du immer zu Hause bist, wenn deine Wäsche fertig ist. So kannst du sie gleich herausholen und zum Trocknen aufhängen. Solltest du sie doch einmal vergessen, machst du am besten den Geruchstest – wenn die Wäsche bereits stinkt, solltest du sie gleich noch einmal bei 60 Grad Celsius und am besten mit Hygienewaschmittel waschen.

Achtung: Neben Bakterien kann sich in der feuchtwarmen Umgebung auch gesundheitsgefährdender Schimmel bilden.

Tipp: Nach jedem Waschgang solltest du die Tür der Maschine sowie das Waschmittelfach geöffnet lassen. So kann die Waschmaschine von innen trocknen.

Wäsche stinkt durch Bakterien

Wenn deine Wäsche trotz sauberer Maschine und sofortigem Herausholen stinkt, können Bakterien in der Wäsche dafür verantwortlich sein.

Viele Stoffe und Textilien halten hohe Temperaturen ab 60 Grad Celsius heutzutage nicht mehr aus und werden deshalb kalt gewaschen. Bei 30 Grad Celsius Wassertemperatur werden jedoch nicht alle Bakterien und Keime in der Wäsche abgetötet. Vor allem Sportkleidung, die mit viel Schweiss in Berührung kommt, wird irgendwann einfach nicht mehr sauber. Auch Unterwäsche muss in manchen Fällen heisser gewaschen werden. Mehr Infos: Unterwäsche waschen: Programm und Temperatur für keimfreie Wäsche.

Welche Wäsche du wie waschen solltest, liest du hier: Wäsche richtig waschen: Sortieren, Temperatur, Waschmittel. Bei 60 Grad Celsius sind hauptsächlich Bettwäsche, Putzlappen, Handtücher und Baumwollunterwäsche waschbar.

Vermeide ausserdem Stoffe, die unangenehmen Geruch einschliessen: Dazu gehören zum Beispiel Polyester und Polyacryl. Greife stattdessen lieber zu Kleidung aus Bio-Baumwolle, Leinen und Hanf.

Tipp: Was kannst du tun, wenn du ein Kleidungsstück nicht mehr sauber bekommst, es aber auch nicht bei 60 Grad waschbar ist? Zu diesen Materialien gehören feine Stoffe wie Seide, Kaschmir oder auch Wolle. Lies hier weiter: Hygienespüler: Sinnvoll oder überflüssig?

Wäsche nicht ausreichend getrocknet

Vor allem, wenn du deine Wäsche in der Wohnung trocknen musst, willst du sie natürlich schnellstmöglich in den Schrank räumen. Achte jedoch darauf, dass die Kleidung wirklich vollkommen trocken ist. Legst du sie mit Restfeuchte in den Kleiderschrank, entwickelt sie den bekannten muffigen Geruch.

Übrigens: Wer die Möglichkeit hat, sollte seine Wäsche draussen trocknen – auch im Winter. Durch die frische Luft riecht deine Wäsche nach dem Trocknen gleich ganz anders. Bedenke aber, dass starke Sonneneinstrahlung deine Wäsche mit der Zeit ausbleichen kann.

Trockner: Wie in der Waschmaschine können sich auch im Wäschetrockner Bakterien festsetzen. Zudem benötigt der Trockner eine Menge Energie. Wenn du vermeiden möchtest, dass deine Wäsche stinkt, verzichtest du also am besten auf ihn – auch der Umwelt zuliebe.

Handtücher stinken

Mit Handtüchern trocknen wir uns den Körper und das Gesicht ab. Da ist es besonders unangenehm, wenn die Handtücher nach der Wäsche stinken. Das kann daran liegen, dass sie nicht warm genug gewaschen wurden oder die Waschmaschine zu voll beladen ist. Achte daher darauf, die Maschine nicht zu sehr vollzustopfen, denn sonst kann sie nicht mehr die volle Leistung erbringen.

Einige Handtücher bestehen gar nicht zu 100 Prozent aus Baumwolle, sondern zu Teilen aus Polyester. Sie nehmen Gerüche schneller auf und behalten sie auch nach dem Waschen. Achte also auch hier auf die Materialzusammensetzung, wenn du neue Handtücher kaufst.

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Gegen den Geruch bei Handtüchern kannst du Folgendes beachten:

  • Wechsle die Handtücher regelmässig – etwa nach der dritten Benutzung oder dem dritten Tag gehören sie in die Wäsche.
  • Wasche Handtücher mindestens bei 60 Grad, möglichst sogar bei 90 Grad.
  • Lass die Handtücher gut trocknen, bevor du sie erneut verwendest.

Falls Handtücher bereits stinken, kannst du den Geruch mit Hausmitteln bekämpfen. Gib dazu beim Waschen einen Esslöffel Natron oder Essig hinzu. Das sollte den Geruch neutralisieren.

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Überarbeitet von Nora Braatz  © UTOPIA

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