Sharp Island
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Hongkong
Wenn Touristen Hongkong besuchen, kommen sie für den Panoramablick aufs Hochhaus-Gewirr, den man vom Victoria Peak hat, dem Hausberg der Metropole.
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Sie kommen für die tägliche Skyline-Lichtshow "Symphony of Lights", für Entertainment, für Shopping, für Kultur. Kurzum, sie kommen, um den Puls einer Weltmetropole zu fühlen.
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Doch wer davon Abwechslung und Ruhe sucht, bricht auf zu den kleinen Inseln im Südchinesischen Meer rund um Hongkong. Fünf Highlights, die durchaus eine Reise wert sind.
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Cheung Chau
Ein malerisches Hafenbecken, ein Städtchen mit Gassengewirr, Strände, Entdeckungen zu Fuss und per Rad – das sind die Argumente für Cheung Chau, das mit einer Bucht voll bunter Boote empfängt. Einige Fischer leben noch immer an Bord.
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Das Fahrrad steht als Transportmittel der Wahl ganz oben. Die Entfernungen auf der 2,5-Quadratkilometer-Insel sind gering. Ostwärts dehnen sich zwei Sandstrände aus, Richtung Südwesten flankieren Orchideenbäume die Uferpromenade.
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Plötzlich versperren Treppen die Weiterfahrt. Also: Fahrrad abstellen, zu Fuss weiter am taoistischen Tempel für die Fischer- und Meeresgöttin Tin Hau vorbei, auf einem Betonpfad über der Küste die Ausblicke still in sich aufnehmend. Bei der Runde zurück zu den Rädern passiert man Häuser, vor denen Wäsche auf Bügeln trocknet. Hoch auf Mauern prangen Keramik-Fische mit Drachenköpfen als Beschützer.
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Auszeit vom Grossstadttrubel: In Cheung Chau warten lange Sandstrände zum Relaxen und Baden.
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Sharp Island
Es ist einsam. Die Brandung an den Felsen und das Plätschern der Paddel im Wasser sind die einzigen Begleitgeräusche. Sharp Island buckelt sich auf wie ein grüner Drachenrücken. Ein Seekajak-Trip um die Insel startet beim Hafenort Sai Kung. Die Elf-Kilometer-Runde füllt einen Tag.
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Sharp Island
Ein Halt an der Open-Air-Skulptur "Mondaufgang bei Tageslicht" und ein Abstecher zum Whiskey Beach auf der Nachbarinsel Kau Sai Chau bieten sich bei einem Besuch an.
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Im kristallklaren Wasser um Sharp Island wachsen Entenmuscheln auf Felsen. Schwarzmilane kreisen am Himmel.
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Peng Chau
Der gemächliche Rhythmus des Lebens auf Peng Chau steckt an. In den verkehrsfreien Gassen verlangsamt man automatisch das Tempo – und auf den rund 350 Stufen zum Inselthron, dem 95 Meter hohen Finger Hill, sowieso.
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Peng Chau beschränkt sich auf einen Quadratkilometer. Gegenüber vom Markt hängen Fische zur Lufttrocknung aus, vor einer Fleischerei liegen Hühnerfüsse in einer Schale. Auch Strassenkunst gibt es in Form von Collagen aus ausrangierten Handys und einer Farbwand mit einem davor drapierten Rad in Rotlackierung.
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Die riesigen Räucherspiralen in der Vorhalle des Tin-Hau-Tempels unweit des Fähranlegers könnte man für Hängelampen halten – würde nicht Asche auf Köpfe und Kleidung fallen.
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Po Toi
Fischerhäuschen statt Wolkenkratzer, Wellenrauschen statt Verkehrslärm – Hongkongs südlichste Insel Po Toi ist ein weiterer autofreier Kosmos unter den Eilanden. An der Bucht, wo die Fähre einläuft, liegt das einzige Dorf.
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Ein beschilderter Betonweg verläuft parallel zur zerklüfteten Küste und steigt zu Felsformationen namens Mönch und Schildkröte an.
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Ein Abzweig führt vor eine Felswand mit mehr als 3.000 Jahre alten Gravuren.
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Tung Ping Chau
Fast zwei Stunden braucht die Fähre zu Hongkongs entlegenster Insel. Tung Ping Chau ist ebenfalls autofrei. Hier öffnet sich ein Bilderbuch der Geologie, mit Pfannkuchenfelsen, deren Maserungen zwischen Rostbraun, Gelb und Ocker wechseln. Für den Inselrundweg sollte man vier Stunden einplanen.
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Die Megacity, sie ist hier weit weg: Eine Brise raschelt in Bambushainen. Schmetterlinge tanzen. Die Luftwurzeln eines Banyanbaums legen sich wie Tentakel um ein verfallenes Haus. Und im Tin-Hau-Tempel, von dem es auch auf dieser Insel einen gibt, begegnet man der Meeresgöttin als vollendeter Schönheit.