• Übelkeit während einer langen Reise kann die Vorfreude auf den Urlaub dämpfen.
  • Die richtige Platzwahl auf Fähren, in Bussen und Flugzeugen kann helfen.
  • Bei Kindern unter zwölf Jahren sollte man auf Medikamente zur Linderung der Symptome möglichst verzichten.

Mehr Reisethemen finden Sie hier

Wer häufiger mit Reiseübelkeit zu kämpfen hat, sollte seinen Sitzplatz mit Bedacht wählen. Im Bus fällt die Wahl idealerweise auf den Platz hinter der Vorderachse und im Auto auf den Beifahrersitz, wie die Stiftung Warentest erklärt. Während der Fahrt schaut man vorne aus dem Fenster, statt zu lesen oder zu spielen.

Bahnfahrten sorgen oft für weniger Probleme, da das Tempo der Züge relativ konstant ist und die Strecken meist gerade verlaufen. Manche kommen im Zug mit dem Rückwärtsfahren nicht zurecht. Sie sollten dann nach Möglichkeit auf einen Sitzplatz wechseln, wo sie in Fahrtrichtung schauen.

Sitzplatz auf Höhe der Tragflächen

Bei Flugzeugen rät die Stiftung zu einem Fensterplatz auf Höhe der Tragflächen. Unangenehm wird es häufig auf Schiffen. Macht einem der Wellengang zu schaffen, könne es helfen, sich in der Kabine lang zu machen. Auf Fähren oder Ausflugsschiffen hat man oft kein Bett zur Verfügung. Hier ist der Rat: Einen Platz in der Schiffsmitte suchen, das sei der stabilste Ort an Bord. Oder man stellt sich, wenn Seegang und Wetter es zulassen, an die Reling und fixiert den Horizont.

Manche lenkt es ab, wenn sie ein Bonbon lutschen oder einen Kaugummi kauen. Empfehlenswert ist es zudem, vor der Fahrt oder dem Flug etwas Leichtes zu essen, um nicht mit leerem Magen zu starten.

Bildergalerie starten

So schön ist Deutschland: Diese Nationalparks sind eine Reise wert

Bei der Urlaubsplanung muss trotz der Corona-Pandemie nicht nur Balkonien auf Ihrer Liste stehen. Entdecken Sie Deutschland als Urlaubsziel.

Bei Kindern lieber zurückhaltend mit Arznei

Neben diesen Tipps gibt es Medikamente, die Übelkeit und Erbrechen verhindern sollen. Bei Kindern bis zwölf Jahre sollte man Arzneimittel gegen Reiseübelkeit wegen möglicher Nebenwirkungen aber nur dann verabreichen, wenn nichts anderes hilft, rät die Stiftung in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 06/21).

Reiseübelkeit entsteht durch widersprüchliche Signale an das Gehirn. Während sich der Körper gar nicht bewegt, meldet der Gleichgewichtssinn Bewegung. (dpa/mak)