Haben Sie schon das grüne Schlosssymbol in der Adressleiste Ihres Browserfensters entdeckt? Daran erkennen Sie, dass unsere redaktionellen Inhalte auf HTTPS umgestellt sind.

Ein grünes Schloss im Browserfenster und ein HTTPS anstelle von HTTP wirkt erstmal unspektakulär. Sie symbolisieren aber eine Menge Arbeit hinter den Kulissen. Denn sie zeigen an, dass die redaktionellen Inhalte nun HTTPS-verschlüsselt und somit noch sicherer sind. Wir erklären, was HTTPS-Verschlüsselung bedeutet und welche Vorteile sich für Sie daraus ergeben.

Was ist die HTTPS-Verschlüsselung und wie funktioniert sie?

HTTPS ist ein auf HTTP (Hypertext Transfer Protocol) aufsetzendes Protokoll mit einer zusätzlichen verschlüsselnden Transportschicht. Das "s" steht dabei für sicher. Denn Kommunikationsinhalte können im Gegensatz zu HTTP nicht mitgelesen oder verändert werden, weil die Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser gesichert ist. Hierzu mussten wir ein SSL-Zertifikat beantragen, das drei Sicherheitsvorgaben garantiert:

  • Authentizität: Es wird gewährleistet, dass die Webseite, die Sie in Ihrem Browser aufrufen, auch tatsächlich die ist, die sie meinen. Fake-Seiten haben so keine Chance.
  • Integrität: Es wird gewährleistet, dass die übertragenen Daten unterwegs nicht verändert werden. So kann zum Beispiel niemand die Postadresse ändern, wenn Sie sich etwas in einem Onlineshop kaufen und sich so Ihre Ware unter den Nagel reissen.
  • Vertraulichkeit: Dritte haben keinen Einblick in die übertragenen Daten. Sie müssen also nicht fürchten, dass Ihre Kreditkartennummer unterwegs abhanden kommt.

Wozu braucht man eine HTTPS-Verschlüsselung, wenn man redaktionelle Seiten besucht?

Wenn Sie zum Beispiel einen unserer Inhalte kommentieren, loggen Sie sich mit Ihrem E-Mail-Passwort ein. Hinzu kommt, dass wir unsere Inhalte für Sie auf derselben Domain bereitstellen wie Ihr E-Mail-Login, damit Sie alles übersichtlich an einem Platz haben.

Hacker könnten also versuchen über die Nachrichten an Ihr E-Mail-Passwort zu gelangen. Das ist zwar höchst unwahrscheinlich. Trotzdem gilt: Sicher ist sicher und unser Unternehmen tut alles für die Sicherheit Ihrer Daten.

Übrigens ziehen die meisten Browserhersteller wie Google Chrome und Mozilla Firefox nach und weisen zunehmend auf unsichere Seiten hin.

Gibt es weitere Vorteile? Und wie steht es um Nachteile?

Zum einen gibt es im Internet einen generellen Trend zu HTTPS. Denn das Surfen im Internet soll standardmässig sicher sein. Das bestätigt auch das World Wide Web Consortium.

Zum anderen können wir Inhalte dadurch schneller ausspielen. Das glaubt man ja erstmal nicht, weil man meint, eine Verschlüsselung würde die Ladegeschwindigkeiten senken. Mithilfe technischer Übertragungsverfahren wie Multiplexing und HTTPS2 können wir aber Bilder und andere statische Inhalte tatsächlich zügiger ausliefern als bisher.

Allerdings unterstützen manche alten Systeme, zum Beispiel der Browser Internet Explorer in Verbindung mit dem Betriebssystem Windows XP, einige der eingesetzten Techniken nicht mehr.

Bekomme ich als Leser davon etwas mit?

Nein, als Leser merken Sie in der Regel nichts von alledem. Ihre Bookmarks und alle Links wurden von uns weitergeleitet und funktionieren wie eh und je. Die einzig sichtbare Veränderung ist das Schloss im Browserfenster.

Und was kann ich sonst noch tun, um sicher zu surfen?

Vor allem können Sie darauf achten, wem Sie wann welche Daten geben. Nur weil diese beispielsweise sicher in ein soziales Netzwerk übertragen werden, bedeutet das nicht, dass sie dort auch geschützt bleiben und nicht für Dinge verwendet werden, mit denen man erst mal gar nicht gerechnet hätte.