Bonn - Der Name ist Programm: Der hellgrüne Waldmeister wächst vor allem in Laubwäldern. Höchstens 50 Zentimeter hoch, bildet er an schattigen Stellen oft dichte Matten und ist leicht zu erkennen an den länglichen, sternförmig angeordneten Blättern, heisst es vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Es gibt ihn aber auch zu kaufen, etwa auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Gemüseläden.
Welker Waldmeister bringt Aroma in Maibowle
Ein Klassiker für das Kraut ist die Maibowle, traditionell mit Weisswein und Sekt im Verhältnis 2:1 zubereitet, aber auch alkoholfrei mit frisch gepflücktem Waldmeister etwas Besonderes. Er wird dafür zu einem Strauss gebunden und über Nacht welken gelassen. So entfaltet sich das intensiv-würzige bis süssliche Aroma.
Wichtig: Waldmeister verdankt sein Aroma vor allem dem sekundären Pflanzenstoff Cumarin. In höheren Dosen kann er Übelkeit, Kopfschmerzen und sogar Leberschäden bewirken. Daher am besten nicht mehr als drei Gramm frisches Kraut pro Liter Flüssigkeit verwenden, rät das BZfE.
Alkoholfreie Variante mit Saft
So geht es am nächsten Tag weiter mit der Maibowle: Gekühlten Weisswein oder für eine alkoholfreie Variante weissen Trauben- oder Apfelsaft mit etwas Zitronensaft in eine grosse Schüssel füllen. Den Waldmeister kopfüber hineinhängen: Die Schnittstellen an den Stielen sollten nicht in der Flüssigkeit sein.
Eine Stunde ziehen lassen, das Kraut entfernen und mit Sekt oder alternativ alkoholfrei mit Sprudelwasser aufgiessen. Zum Servieren passen noch ein paar Erdbeeren ins Glas.
Simpel: Kräuterbutter mit Waldmeister
Schnell hergestellt ist eine Kräuterbutter mit Waldmeister. Sie schmeckt auf dem Brot, zu Ofengemüse und Gegrilltem. Dafür das Kraut waschen, trocken schütteln, klein hacken und mit Butter und etwas Jodsalz gut vermischen.
Darüber hinaus lässt sich mit Waldmeister ein leckerer Sirup herstellen. Auch wenn dieser ohne künstliche Farbstoffe nicht grün leuchtet, aromatisiert er Limonade, Kuchen und Sorbet. In einer Sosse würzt Waldmeister Pudding oder Parfait, aber auch Fischgerichte. © Deutsche Presse-Agentur