Begonien brauchen den richtigen Standort und gezielte Pflege, um ihre Blütenpracht voll zu entfalten. Tipps für gesunde, üppige Pflanzen im Haus und Garten.
Begonien (Begonia) gehören zu den beliebtesten Blühpflanzen für Haus, Balkon und Garten. Ihre grosse Sortenvielfalt reicht von kleinen, filigranen Zimmerpflanzen bis hin zu üppig wachsenden Balkonblumen mit leuchtender Farbpalette. Die Gattung umfasst über 1.500 Arten, von denen viele durch einfache Pflege und lange Blühfreude überzeugen. Damit sich die Pflanzen dauerhaft gesund entwickeln und ihre Blütenpracht entfalten, sind Standort, Bewässerung und Überwinterung entscheidende Faktoren.
Lichtverhältnisse und Standortbedingungen der Begonie
Begonien bevorzugen helle, aber nicht vollsonnige Standorte. Vor allem während der heissen Sommermonate kann direkte Mittagssonne zu Blattverbrennungen führen. Halbschattige bis lichtschattige Plätze sind optimal, besonders auf Nord- oder Ostbalkonen sowie in lichtdurchfluteten Innenräumen ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich ebenfalls positiv auf das Pflanzenwachstum aus, vor allem bei Zimmerbegonien wie der Königsbegonie (Begonia rex).
Gleichmässige Wasserversorgung ohne Staunässe
Eine gleichmässige, aber massvolle Wassergabe ist entscheidend für gesunde Begonien. Das Substrat sollte stets leicht feucht, jedoch niemals durchnässt sein. Staunässe kann schnell zu Wurzelfäule führen, weshalb Pflanzgefässe mit guter Drainage und lockerer Blumenerde bevorzugt werden. Ideal ist kalkarmes Wasser bei Zimmertemperatur. Während längerer Trockenperioden oder Hitzetage im Sommer kann es nötig sein, häufiger zu giessen – jedoch stets mit Fingerspitzengefühl, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Begonie während Wachstumsphase düngen
Für eine reiche Blüte benötigen Begonien regelmässige Nährstoffzufuhr. Von Frühling bis in den Spätsommer hinein kann ein Flüssigdünger für Blühpflanzen alle zwei bis vier Wochen verabreicht werden. Wichtig ist eine Dosierung gemäss Herstellerangabe, da eine Überdüngung zu Blattverfärbungen und Wachstumsstörungen führen kann. Ab Herbst wird die Düngung schrittweise reduziert, damit sich die Pflanze auf ihre Ruhephase einstellen kann.
Rückschnitt und Pflege der Blüten
Verblühte Blüten und vergilbte Blätter sollten regelmässig entfernt werden, um das Wachstum neuer Knospen zu fördern und Pilzbefall vorzubeugen. Besonders bei hängenden oder buschig wachsenden Sorten kann ein gezielter Rückschnitt im Spätsommer dazu beitragen, die Pflanze kompakter zu halten und auf die Überwinterung vorzubereiten.
Überwinterung von Knollenbegonien
Während viele Zimmerbegonien ganzjährig im Innenraum verbleiben können, müssen Knollenbegonien im Herbst aus dem Beet oder Balkonkasten genommen werden. Nach dem ersten Frost werden die oberirdischen Pflanzenteile entfernt, die Knollen aus der Erde genommen, gereinigt und an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert – idealerweise bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Im Frühjahr können sie wieder in frische Erde gesetzt und langsam an Licht und Wärme gewöhnt werden.
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Krankheiten und Schädlinge erkennen
Zu den häufigsten Problemen zählen Mehltau, Blattfleckenkrankheiten und Wurzelfäule – meist infolge zu hoher Luftfeuchtigkeit oder falscher Giesstechnik. Auch Schädlinge wie Blattläuse oder Weichhautmilben können auftreten, insbesondere bei geschwächten Pflanzen. Eine regelmässige Kontrolle und das Entfernen befallener Pflanzenteile hilft, grösseren Schaden zu vermeiden. In hartnäckigen Fällen kann auf biologische Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. (elm)
Verwendete Quellen:
- Pflanzen Kölle: Begonien pflegen und giessen
- Mein schöner Garten: Begonien
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