• Nach dem Aufstehen am Morgen muss es meistens schnell gehen.
  • Dabei machen viele den Fehler, dass sie das Bett sofort machen.
  • Auf diese Weise schaffen Sie Milben allerdings optimale Lebensbedingungen.
  • So gehen Sie morgens am besten vor.

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Ordnung darf natürlich sein, aber nicht immer sofort. Das Bett sollte am besten nicht direkt nach dem Aufstehen gemacht werden. "Jede Nacht muss das Bett rund einen halben Liter Flüssigkeit aufnehmen, den wir im Schlaf hauptsächlich durch Schwitzen abgeben", erklärt Claudia Wieland vom Fachverband Matratzen-Industrie in Essen.

Es sei wichtig, dass diese Feuchtigkeit am Tage wieder aus der Matratze und dem Bettzeug entweichen könne. Sonst finden Milben paradiesische Verhältnisse vor, um sich massenhaft zu vermehren. Das wird vor allem für Allergiker problematisch.

Wieland rät daher: Die Bettdecke nach dem Aufstehen erst einmal nur gründlich aufschütteln und zum Fussende hin zurückschlagen. So bleibt der Bereich frei, auf dem normalerweise der Körperschwerpunkt liegt.

Erst ins Bad, dann frühstücken und das Bett machen

"Wenn man das ordentlich macht, kann das ja im Grunde genommen den ganzen Tag so bleiben", sagt Wieland. Wem das überhaupt nicht gefällt, dem rät sie: "Erst die Bettdecke zurückschlagen und dann ins Bad gehen und frühstücken, bevor man das Bett ordentlich macht." Dieser Zeitraum kann dann auch zum Stosslüften genutzt werden.

"Aber wir empfehlen, zum Beispiel die dicken Tagesdecken - wie man sie früher gerne über dem Bett ausgebreitet hat - nicht zu nutzen", so Wieland weiter. So könne immerzu Luft an die Matratze gelangen und diese könne gut auslüften.

"Je nach Füllung empfehle ich ausserdem, die Kissen vorsichtig aufzuschütteln, damit der Inhalt nicht verklumpt." Bei ergonomisch geformten Kopfkissen aus einem Schaumteil sollte man das allerdings nicht machen. Dabei könnten diese im schlimmsten Fall beschädigt werden.

Bettwäsche regelmässig waschen

Auch das regelmässige Waschen der Bettwäsche sorgt dafür, dass sich Milben und Bakterien in Bettzeug und Matratze nicht massenhaft vermehren. Bezüge sollten in der Regel alle zwei Wochen gewaschen werden.

Wenn Sie stark schwitzen, nackt schlafen oder das Bett häufiger als Sofaersatz benutzen, sollten Sie das Bettzeug allerdings häufiger wechseln. Auch mit Haustieren im Bett oder für Allergiker ist es ratsam, Laken und Bezüge öfter zu waschen. Dann sollten Sie Ihre Bettwäsche jede Woche wechseln.

Laken und Bezüge sollten mit höheren Temperaturen gewaschen werden, 60 Grad ist für die meisten Stoffe das ideale Programm. Für Bettwäsche aus zum Beispiel Satin, Leinen oder Seide sind niedrigere Temperaturen geeigneter. Diese Stoffe sind sehr empfindlich, hohe Schleudergänge können das Material beschädigen.

Wenn Sie Ihre Matratze mit einem Schoner oder einem Bezug schützen, bietet es sich an, diesen ebenfalls jeden Monat zu waschen. (ff)

Hinweis: Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv.

Verwendete Quellen:

  • Verbraucherzentrale Hamburg: Wie wird Wäsche richtig und umweltschonend sauber?
  • Bayerischer Rundfunk: Bettwäsche und Co. - Wie oft waschen?
  • dpa
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