Im Winter haben viele Gärten ein tristes Erscheinungsbild. Doch Christrosen können für eine farbenfrohe Abwechslung sorgen. So bringen Hobbygärtner sie in der kalten Jahreszeit zum Blühen.

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Christrosen, auch bekannt als Weihnachts- oder Schneerosen, sind winterhart und eignen sich deshalb ideal für den Garten bei kalten Temperaturen. Sie können je nach Witterung und Züchtung bereits im November blühen, die Hauptblütezeit ist von Februar bis April. Die Pflanzenart aus der Gattung Nieswurz, die mit Blüten in klassischem Weiss oder auch in Rottönen zu finden ist, kann bei guter Pflege und an geeigneten Standorten 20 bis 30 Jahre alt werden.

Der richtige Standort für Christrosen

Am wohlsten fühlen sich die langsam wachsenden Stauden der Christrose laut "NDR.de" im Halbschatten unter Büschen und Laubbäumen, die im Sommer genug Schatten und im Winter genug Licht bieten. Der Boden sollte dabei durchlässig sein, da der Pflanze Staunässe nicht gut bekommt. Beim Einpflanzen, das am besten im Herbst erfolgt, kann organischer Dünger wie Kompost oder Hornspäne verwendet werden. In kalkhaltigem Boden wachsen Christrosen besonders gut. Wie "oekotest.de" berichtet, müssen sich Christrosen, die in Gewächshäusern gezogen wurden, in ihrem ersten Winter zunächst an die niedrigen Temperaturen gewöhnen. Ein Gartenvlies kann dabei als Kälteschutz dienen.

Christrosen gedeihen auch in einem hohen Topf auf dem Balkon oder der Terrasse und können für ein paar Wochen in der Wohnung an einem kühlen und hellen Standort stehen. Sie als Zimmerpflanze aufzustellen, ist jedoch keine dauerhafte Lösung. Die Blumen sollten danach in ein Beet im Freien gepflanzt werden. Wichtig: Schneerosen sind giftig, deshalb ist es ratsam, beim Einpflanzen oder Umtopfen Gartenhandschuhe zu tragen.

Die richtige Pflege für Schneerosen

In der Pflege sind Christrosen unkompliziert, da sie kaum zusätzliche Nährstoffe benötigen. Nach der Blütezeit und im Sommer können sie mit organischem Dünger versorgt werden. Bei hohen Temperaturen sollten sie zudem gewässert werden. Bilden die Pflanzen nur wenige Blüten, kann dies auf fehlenden Kalk hindeuten. Kalkhaltiges Leitungswasser kann Abhilfe schaffen.

Wirken Christrosen bei Frost und Kälte schlapp oder sogar erfroren, gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Pflanzen haben einen natürlichen Kälteschutz und richten sich bei höheren Temperaturen wieder auf. Damit die Blüten immer gut zur Geltung kommen und um einem Pilzbefall vorzubeugen, sollten regelmässig vertrocknete Blätter und Stängel abgeschnitten werden.

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Christrosen: Der richtige Kauf

Beim Kauf einer Christrose gilt es zu beachten, dass diese "einen guten Knospenansatz" habe, erklärt Thomas Kirsch, Geschäftsführer des Bundesverbands Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau e.V. Die Blätter sollten ausserdem einen kräftigen Grünton aufweisen. Vergrünende Blüten und gelbe Blätter seien hingegen ein Hinweis auf eine zu lange Lagerung in dunklen Räumen oder Hallen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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