Volvo-Käufer müssen sich künftig auf eine radikale Änderung gefasst machen. Fahrzeuge des schwedischen Autobauers sollen nicht mehr schneller als 180 km/h fahren können.

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Autos von Volvo sollen künftig nicht schneller als 180 Kilometer pro Stunde fahren können. Das soll für Modelle gelten, die vom nächsten Jahr an hergestellt werden und damit den Strassenverkehr sicherer machen, wie der schwedische Autobauer am Montag mitteilte. Ein Tempolimit sei zwar kein Allheilmittel, sagte Volvo-Chef Håkan Samuelsson. Wenn dadurch aber auch nur ein Menschenleben gerettet werden könne, lohne sich der Schritt.

Volvo Cars wolle einen Meinungsaustausch darüber in Gang bringen, ob Autobauer das Recht oder sogar die Pflicht hätten, mit der Technik in den Autos das Verhalten ihrer Fahrer zu verändern, sagte Samuelsson. In Deutschland wird seit Jahrzehnten immer wieder heftig über ein Tempolimit gestritten.

Die Spitzengeschwindigkeiten heutiger Volvo-Modelle variieren je nach Motorenart. Manche Autos bringen es auf rund 250 Kilometer pro Stunde. Auf dem Heimatmarkt können diese Fahrzeuge aber - im Gegensatz zu den Autobahnen in Deutschland - kaum ausgefahren werden: Meistens weisen Schilder auf schwedischen Autobahnen und Landstrassen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 110 Kilometern pro Stunde aus, mancherorts darf auch auf 120 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden. Verstösse werden für den Verkehrssünder im hohen Norden deutlich teurer als auf deutschen Strassen.

Volvo mit Vorreiterrolle

Im vergangenen Jahr hatte Volvo Cars in knapp 100 Ländern insgesamt mehr als 642.000 Autos verkauft und damit gut zwölf Prozent mehr als 2017. Der Konzern betrachtet sich als weltweiter Vorreiter bei der Verkehrssicherheit und sucht deshalb im Rahmen seines Firmenkonzepts "Vision 2020" nach Schritten, um die Zahl von Toten und Schwerverletzten auf der Strasse zu verringern. Volvo hat das Ziel ausgegeben, dass vom kommenden Jahr an niemand mehr in einem neuen Auto des Konzerns getötet oder ernsthaft verletzt wird. Dafür wollen die Schweden gegen drei Probleme ankämpfen: Rasen, Alkohol oder Drogen am Steuer und Ablenkung der Fahrer etwa durch ihre Smartphones. (mss/dpa)

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