Passagiere an den Flughäfen Hannover und Düsseldorf müssen sich am Donnerstag auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter des Bodenabfertigers Aviapartner zu Warnstreiks an den beiden Airports aufgerufen.

Mehr Wirtschaftsthemen finden Sie hier

Trotz der Streiks können Passagiere am Donnerstag aufatmen: Die Ausstände sind eng befristet und treffen nicht alle Flüge, wie die Airports betonen.

Dennoch wird es zu Verspätungen oder Flugausfällen kommen. So sollen am Flughafen Düsseldorf die Bodenabfertiger von 3:00 Uhr nachts bis 11:00 Uhr vormittags kein Gepäck und keine Fracht verladen.

Betroffen sind nach Angaben des Flughafens unter anderem die Fluggesellschaften Lufthansa, Condor und Easyjet. Der Airport empfiehlt den Passagieren, sich bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Stand ihres Fluges und eventuell geänderte Gepäckbestimmungen zu informieren.

In Hannover hat Verdi das Aviapartner-Bodenpersonal aufgerufen, von 5:00 Uhr und 13:30 Uhr die Arbeit niederzulegen und kein Gepäck zu verladen. Betroffen seien sieben Flüge, sagte eine Flughafensprecherin am Mittwoch.

Flug nach Warschau von Streik betroffen

Nach Angaben des Flughafens gehören zu den Zielen je zwei Flüge nach Amsterdam und Paris sowie je einer nach Kopenhagen, Warschau und London.

Für alle anderen 26 Flüge in dem Zeitraum erwartet der Flughafen "überhaupt keine Einschränkungen", da Aviapartner einer Sprecherin zufolge einen deutlich kleineren Anteil von Flügen abfertigt. Der Flughafen Hannover arbeitet auch mit der Aviation Ground Services als Gepäckabfertiger zusammen.

Verdi führt Tarifverhandlungen mit dem Bodenabfertiger Aviapartner. Die Gewerkschaft fordert die Einführung eines Weihnachts- und Urlaubsgeldes sowie eine bessere Bezahlung von Nacht-, Schicht- und Feiertagsarbeit.

Aviapartner habe auch nach zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt.  © dpa

Bildergalerie starten

Grosse Anteilnahme am Schicksal des vermissten Emiliano Sala

Ein Flugzeug mit dem Profifussballer Emiliano Sala an Bord verschwindet spurlos über dem Ärmelkanal. Die Maschine war von Nantes in Richtung Cardiff unterwegs. Fans in Cardiff und Nantes nehmen grossen Anteil am Schicksal des argentinischen Fussballers.