München (dpa/tmn) – Bislang hatte die frühere britische Traditionsmarke MG in Deutschland nur umgebaute Verbrenner im Angebot. Doch jetzt macht der mittlerweile nach China verkaufte Hersteller ernst mit dem Mobilitätswandel und bringt sein erstes dezidiertes Elektroauto auf den Markt.

Auf einer völlig neuen Plattform mit den Akkus im Boden und den Motoren an den Achsen aufgebaut, soll es als MG4 noch in diesem Jahr in der Kompaktklasse auf den Markt gehen, teilte das Unternehmen mit. Die Preise beginnen demnach bei 31 990 Euro und liegen damit deutlich unter Konkurrenten wie dem VW ID.3, dem elektrischen Citroën C4 oder dem Renault Megane E-Tech.

Mehr Platz als in konventionellen Kompakten

Der schnittig gezeichnete und von einem markanten Heckspoiler gekrönte MG4 misst nach Angaben des Herstellers 4,30 Meter. Innen gibt es bei 2,71 Metern Radstand auch in der zweiten Reihe mehr Platz als bei konventionellen Kompakten und für den Fahrer ein digitales Cockpit mit einem kleinen Bildschirm hinter dem Lenkrad und einem grossen daneben.

Angeboten wird der MG4 mit zwei Antriebskonfigurationen mit Akkus von 51 oder 64 kWh für Reichweiten von 350 oder 450 Kilometer. Die Version mit dem stärkeren Akku wird mit einem 150 kW/204 PS starken E-Motor an der Hinterachse kombiniert, für den schwächeren hat MG einen Motor mit 130 kW/170 PS ausgewählt. Geladen wird das Grundmodell mit bis zu 117, die Topversion mit maximal 135 kW.

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