Am 6. März ist Tag der Tiefkühlkost. Der wurde vor mehr als 30 Jahren vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan eingeführt. Hier erfahren Sie spannende Fakten über tiefgefrorenes Essen, die Sie vielleicht noch nicht wussten.

Tiefgefrorene Pizza, Eis, Chicken Nuggets - diese Produkte hatte wohl schon jeder mal in der Gefriertruhe. Tiefgefrorenes Essen ist praktisch - und tatsächlich auch teilweise gar nicht so ungesund, wie man manchmal glauben mag.

Wer hat's erfunden?

Wer sich das nächste Mal eine Pizza macht, sollte den Inuit und Clarence Birdseye danken. Der Biologe hatte bei einer Grönlandreise im Jahr 1920 gesehen, wie die Inuit ihren Fisch im Schnee gelagert und so bei Bedarf immer Nahrung zur Verfügung hatten.

Insgesamt investierte er nach seiner Rückkehr ganze sieben Dollar in seine Entwicklung und erfand so 1924 den ersten "Plattenfroster".

Was ist mit den Vitaminen?

Tiefkühlgemüse enthält normalerweise mehr Vitamine als frisches. Das liegt an der schnellen Verarbeitung, da frisches Gemüse meistens einen langen Weg vom Feld bis zum Supermarktregal zurücklegen muss. Tiefkühlgemüse wird meist kurz nach der Ernte eingefroren, so dass mehr Nährstoffe erhalten bleiben. Doch an der Stelle hört es schon auf mit den gesundheitlichen Vorzügen der TK-Kost. Von fertigen Tiefkühlgerichten sollten Sie besser die Finger lassen. Die werden nämlich in den meisten Fällen im Labor unter der Verwendung von reichlich Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen, Bindemitteln und Geschmacksverstärkern zusammengemischt.

Bei den Vitaminen hat TK-Gemüse die Nase vorne.

Je schneller, desto besser

Die Qualität von Tiefkühlkost hängt wesentlich davon ab, wie schnell das Einfrieren erfolgt. Bei der schnellsten Variante, dem sogenannten Schockfrosten, bilden sich nur kleine Eiskristalle und die Zellstruktur der Lebensmittel wird möglichst wenig beschädigt. Beim langsameren Einfrieren entstehen grössere Kristalle, die die Zellen zerstören. Das merkt man dem Essen meist auch an der veränderten Konsistenz und dem Geschmack an.

Tiefkühlkost als Waffe

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach weiss Tiefkühlkost vermutlich besonders zu schätzen. Während seiner Zeit als Supermarktleiter kam er mit einem Ladendieb in Konflikt. Als dieser ein Messer zückte, griff der junge Bosbach die erste Waffe, die er finden konnte: ein tiefgefrorenes Kaninchen.

Die Geburtsstunde der Tiefkühlpizza

Was haben die Menschen davor nur gemacht, wenn sie gestresst von der Arbeit nach Hause kamen? Die erste tiefgefrorene Pizza hiess "Pizza alla Romana" und fand ihren Platz erst 1970 in der Gefriertruhe der Deutschen.

Wir kriegen nie genug

Der Pro-Kopf-Konsum von Tiefkühlkost ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen und hat sich fast verdreifacht. Haben die Menschen 1987 nur 14 Kilo gegessen, waren es 2016 schon 43 Kilo - Tendenz steigend.

In den USA ist es sogar noch mehr: Der durchschnittliche US-Bürger verputzt fast 52 Kilo pro Jahr. Lieblingstiefkühlgericht? Natürlich Eis. Fast 18 Liter sind es jährlich - etwa doppelt so viel wie in Deutschland.

Die Lieblingsspizzasorte de rDeutschen ist übrigens Salami.

Das muss gefeiert werden

Wer so viel Tiefkühlprodukte isst, der muss das natürlich auch gebührend würdigen. Deswegen gibt es in den USA seit 1984 den Tag der Tiefkühlkost ("National Frozen Food Day"). Der wurde vom damaligen Präsidenten Ronald Reagan eingeführt - zu Ehren von Clarence Birdseye, dem Erfinder und zum Gedenken daran, dass Pioniergeist und Mut die Welt verändern können.

Hier kann seine ganze Rede zu dem Thema nachgelesen werden.

Das traditionelle Festessen an diesem Tag besteht aus Fischstäbchen, Pizza und Eistorte.

(Mit Material von MeinBauch.net)

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