In der Schweiz sind seit Anfang des Jahres zwei Menschen an Masern gestorben. Insgesamt sei die Zahl der Masern-Fälle in diesem Jahr auf 155 gestiegen, teilte das schweizerische Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag mit. Die Behörde sprach sich mit Nachdruck für eine Impfung aus, um die Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit zu verhindern.

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Ein etwa 30 Jahre alter Mann starb den Angaben zufolge an Masern, nachdem er sich bei Angehörigen angesteckt hatte. 67 Stunden nachdem er mit dem Virus in Kontakt gekommen war, liess er sich impfen. Die Impfung kam jedoch zu spät - er starb kurz nach dem Auftreten der ersten Symptome.

Gesundheitsbehörde ruft zur Impfung auf

Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um einen etwa 70 Jahre alten Mann, dessen Immunsystem durch eine Krebserkrankung geschwächt war. Wie er sich ansteckte, ist nach Angaben des Bundesamts unklar. Er starb einige Tage nach Ausbruch einer masernbedingten Lungenentzündung.

Die Gesundheitsbehörde rief mit Nachdruck zur Impfung auf. Dabei gehe es nicht nur um den persönlichen Schutz, sondern auch um den Schutz besonders anfälliger Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Die Zahl der Masern-Fälle ist weltweit drastisch gestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vervierfachte sie sich im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dass die hochansteckende Erkrankung sich in jüngster Zeit wieder verbreitet, liegt insbesondere an der weltweit wachsenden Impfskepsis.  © AFP

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