• 20:10 Uhr: ➤ Gesundheitsminister: Malta hat Herdenimmunität erreicht
  • 16:08 Uhr: Schule trotz Corona: Karliczek fordert Impfungen für Kinder ab zwölf
  • 15:25 Uhr: Schweiz stellt der WHO Sicherheitslabor für Viren zur Verfügung
  • 13:34 Uhr: Angela Merkel warnt vor neuen Pandemiegefahren
  • 10:35 Uhr: BDI dringt auf Ende der Homeoffice-Pflicht
  • 08:37 Uhr: RKI registriert 2.682 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 62,5

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➤ Malta erreicht als erstes EU-Land Herdenimmunität

Malta hat nach Angaben seines Gesundheitsministers als erstes EU-Land 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mit wenigstens einer Dose gegen Covid-19 geimpft. "Wir haben heute die Herdenimmunität erreicht", sagte Minister Chris Fearne am Montag bei einer Pressekonferenz. In dem Land mit etwa 500.000 Einwohnern wurden laut Daten des Gesundheitsministeriums Stand Sonntag bislang mehr als 475.000 Impfstoffdosen verabreicht. Fearne zufolge sind von den Menschen über 16 Jahren knapp 42 Prozent durchgeimpft.

In Malta sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Monaten stark. Jeder Bürger über 16 Jahre kann derzeit eine Impfung bekommen. Von den über 60-Jährigen wurden bereits 95 Prozent geimpft. Ab dem 1. Juli will die Regierung laut Fearne bei weiter niedrigen Corona-Fallzahlen die Regeln zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen lockern. Durchgeimpfte Menschen sollen dann den Schutz nicht mehr tragen müssen, wenn sie zum Beispiel alleine draussen unterwegs sind. An Stränden soll die Maskenpflicht bereits ab dem 1. Juni entfallen.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Schule trotz Corona: Karliczek fordert Impfungen für Kinder ab zwölf

16:08 Uhr: Mit weiter sinkenden Corona-Neuinfektionszahlen wird verstärkt über den künftigen Schulbetrieb nachgedacht. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek forderte einen Fahrplan für Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren in allen Bundesländern.

Dieser solle bezwecken, dass den Kindern und Jugendlichen möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres ein Impfangebot gemacht werden könne, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Ich möchte, dass vor allem nach den Sommerferien überall der Schulbetrieb wieder relativ normal beginnen kann. Dafür wäre es sehr hilfreich, wenn möglichst viele Schülerinnen und Schüler geimpft wären." Nach dem Willen der Ministerin soll sich der Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag mit dem Thema befassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor Corona-Impfungen für Schüler bis Ende August in den Raum gestellt. Dazu müssten Impfdosen von Biontech/Pfizer reserviert werden. "Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Das erklärte Ziel ist, dass die Länder den minderjährigen Schülerinnen und Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen. Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden."

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) wollte noch im laufenden Monat über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden.

Haben Biontech/Pfizer und Moderna schwere Nebenwirkungen?

Die US-Behörden untersuchen, ob es einen Zusammenhang zwischen Herzmuskelentzündungen und den Vakzinen von Biontech/Pfizer sowie Moderna gibt. Es seien einige wenige Fälle der Erkrankung bei jungen Menschen aufgetreten.

Der US-Pharmahersteller Moderna strebt Ähnliches an. Der Konzern hofft auf eine europäische Impfstoffzulassung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Ein Antrag bei der EMA sei Anfang kommenden Monats geplant, sagte Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel der französischen Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche".

Der Städte- und Gemeindebund forderte, den Corona-Infektionsschutz an Schulen für das kommende Schuljahr zu verbessern. "Wir können nicht ausschliessen, dass die Pandemie im Herbst unser Leben wieder beeinträchtigt", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein schweres Pandemiejahr hinter sich haben, muss jetzt alles unternommen werden zu verhindern, dass wir im Herbst wieder zu einem schulischen Lockdown kommen."

Nordirland lockert Corona-Regeln - Schottland impft über 18-Jährige

17:08 Uhr: Als letzter Landesteil des Vereinigten Königreichs hat auch Nordirland zahlreiche Corona-Regeln gelockert. Pubs, Restaurants und Cafés dürfen seit Montag wieder Gäste auch in geschlossenen Räumen empfangen. Hotels und Museen haben geöffnet.

Bis zu sechs Menschen dürfen sich in Innenräumen treffen und bis zu 15 in privaten Gärten, an Veranstaltungen im Freien dürfen bis zu 500 Gäste teilnehmen. Anders als in den übrigen Landesteilen bleiben aber soziale Abstandsregeln in Kraft, Umarmungen und Begrüssungsküsse sind also weiterhin untersagt. Die Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen.

Ein Grund für die Lockerungen der Corona-Restriktionen ist der Erfolg des Impfprogramms. Landesweit haben fast drei Viertel der Erwachsenen eine erste Impfung erhalten, in Wales sind es bereits mehr als 80 Prozent. In Schottland dürfen sich nun alle über 18-Jährigen für eine Corona-Impfung anmelden.

"Bitte tut es - es ist der beste Weg, sich und andere zu schützen und uns alle wieder auf den Weg zur Normalität zu bringen", twitterte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag.

Corona-Impfung bei Kindern: Riskant oder sinnvoll?

Auch für Kinder und Jugendliche sind Corona-Impfungen nun wohl bald verfügbar. Experten sehen die Impfung der Jüngeren als Chance im Kampf gegen Corona. Sie müsse aber absolut sicher sein, wird immer wieder betont.

In Grossbritannien sind nach Angaben der Regierung mittlerweile mehr als 22,5 Millionen Menschen - 43 Prozent der Erwachsenen - vollständig gegen das Virus geschützt, haben also die zweite Impfdosis erhalten.

Schweiz stellt der WHO Sicherheitslabor für Viren zur Verfügung

15:25 Uhr: Viren und andere Krankheitserreger mit Epidemie- oder Pandemiepotenzial können für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig in einem Schweizer Sicherheitslabor aufbewahrt werden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus unterzeichnete dazu am Montag in Genf einen Kooperationsvertrag mit dem Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset. Die WHO will im Rahmen ihrer "BioHub-Initiative" den freiwilligen Austausch solcher Materialien zwischen Ländern fördern. Ein Pilotprojekt mit SARS-CoV-2-Viren laufe bereits, so Tedros. Weitere Viren oder andere Erreger sollen im kommenden Jahr dazukommen.

Das Labor liegt in Spiez 40 Kilometer südöstlich von Bern und ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Das Material soll dort sequenziert werden und bei Bedarf und unter WHO-Aufsicht mit anderen Ländern geteilt werden. Bislang ist so ein Austausch nur auf bilateraler Ebene möglich und dauert deshalb oft lange, wie die WHO berichtete. Die Analyse des Materials soll helfen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Zudem können Firmen Tests, Medikamente oder Impfstoffe damit entwickeln.

Angela Merkel warnt vor neuen Pandemiegefahren

13:34 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor neuen Pandemiegefahren gewarnt. Sie rief die Weltgemeinschaft auf, bessere Vorbereitungen zu treffen. "Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt; und sie wird auch nicht die letzte sein", sagte Merkel in einer Videobotschaft, die am Montag bei der virtuellen Tagung der 194 WHO-Mitgliedsländer eingespielt wurde.

Die Bundeskanzlerin warb für einen internationalen Pandemievertrag, der Länder zu besserer Kooperation bringen soll. Die Hoffnung ist, dass dadurch früher gewarnt und schneller gehandelt werden kann, um eine neue globale Pandemie im Keim zu ersticken. "Nach der Pandemie ist vor der Pandemie", sagte Merkel. "Auf die nächste sollten wir möglichst gut vorbereitet sein. Das ist das Signal, das ich mir von dieser Weltgesundheitsversammlung erhoffe."

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die reichen Länder, die den Grossteil der verfügbaren Corona-Impfdosen aufgekauft hätten. 75 Prozent der Impfdosen seien in nur zehn Ländern. In vielen anderen Ländern müssten deshalb Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf die wichtige Impfung warten. Er appellierte an diese Länder, Impfdosen abzugeben. Er rief die Welt auf, dafür zu sorgen, dass bis September mindestens zehn Prozent der Menschen weltweit und bis Ende des Jahres 30 Prozent geimpft werden können.

Die Weltgesundheitsversammlung tagt jedes Jahr. Es ist das höchste Entscheidungsgremium der WHO. Sie legt unter anderem Schwerpunkte der Arbeit fest und entscheidet über das Budget.

Britische Studie: Hunde erschnüffeln Corona-Infizierte

12:47 Uhr: Trainierte Hunde können einer britischen Studie zufolge Corona-Infizierte am Geruch erkennen. Sechs Hunde hätten Proben von Infizierten mit einer Genauigkeit von 82 bis 94 Prozent erschnüffelt, teilte die London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) am Montag mit. Das Ergebnis betätigt frühere Studien unter anderem aus Deutschland. Die britischen Forscher nutzten Socken von 400 Probanden. 200 der Menschen waren infiziert, hatten aber keine oder allenfalls leichte Symptome, 200 waren in der Kontrollgruppe.

Die Hunde, die zur Wohltätigkeitsorganisation Medical Detection Dogs gehören, waren auf das ursprüngliche Coronavirus trainiert. Sie hätten aber bereits ohne zusätzliches Training auch die zunächst in Südostengland entdeckte Corona-Variante recht gut erschnüffelt, sagte Studienleiter James Logan. "Das macht uns wirklich Hoffnung und legt nahe, dass Hunde in der Lage sind, verschiedene Corona-Varianten zu entdecken."

Bei der noch nicht in einem Journal veröffentlichten Studie wussten weder die Tiere noch die Wissenschaftler, welche Proben von Infizierten und welche von Gesunden stammten. Gesunde Probanden erkannten die Hunde mit einer Sicherheit von 76 bis 92 Prozent richtig.

In einer nächsten Phase wollen die Forscher prüfen, ob die Hunde das Virus auch an Personen an Orten mit grossen Menschenmassen wie Flughäfen oder Stadien erschnüffeln können. Schlagen die Tiere an, könnten die mutmasslich Infizierten mit einem PCR-Test überprüft werden.

Bislang gab es mehrere derartige Hunde-Studien. So war ein Forscherteam um Holger Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Etwa in Helsinki und Dubai kommen Corona-Spürhunde schon am Flughafen zum Einsatz.

Diese Methode könnte nach Ansicht der britischen Forscher dabei helfen, mehr als doppelt so viele Positivfälle aufzuspüren wie bislang. "Diese fantastischen Ergebnisse sind ein weiterer Beleg dafür, dass Hunde einer der zuverlässigsten Biosensoren zur Erkennung des Geruchs menschlicher Krankheiten sind", sagte Claire Guest von Medical Detection Dogs. Die Studie zeige das enorme Potenzial von Hunden im Kampf gegen das Coronavirus.

Reiseanbieter Tui weitet sein Angebot wieder aus

11:36 Uhr: Nach monatelangen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie weitet der weltgrösste Reiseanbieter Tui sein Angebot wieder aus. "Nach und nach öffnen die Mittelmeerziele wieder für touristische Reisen", sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak. "Die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren ist ein wichtiger Schritt und auch unsere Hotels in Portugal und Italien gehen jetzt an den Start." Die Nachfrage steige. "Allein in der vergangenen Woche haben wir ein deutliches Buchungsplus im Vergleich zum Sommer 2019 verzeichnet", so Andryszak. Derzeit gehörten die Kanarischen Inseln zusammen mit Mallorca zu den am stärksten gebuchten Urlaubsregionen. Corona-Schnelltests seien dort vielerorts möglich.

Wegen der grossen Nachfrage sind über Pfingsten von Düsseldorf, Frankfurt und Hannover aus Sonderflüge auf die Kanaren gestartet, wie Tui-Sprecher Aage Dünhaupt am Montag sagte. Ab Juni seien weitere Flug-Verbindungen ab Saarbrücken und Leipzig Richtung Gran Canaria und Fuerteventura geplant. Nach Portugal sollen die ersten Flieger am 29. Mai starten. Für Gäste, die weiter arbeiten müssen, gebe es in dieser Sommersaison Zimmer mit Büroausstattung - "Homeoffice unter Palmen" nennt Tui das.

Verband will Ende der Homeoffice-Pflicht

10:35 Uhr: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat ein Ende der Homeoffice-Pflicht sowie der Corona-Testpflicht in Betrieben gefordert. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) unter Berufung auf einen Zehn-Punkte-Plan des Industrieverbands. "Die Impffortschritte in Gesellschaft und Unternehmen müssen mit einer parallelen Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein", heisst es den Zeitungen zufolge in dem Papier.

Der BDI forderte demnach einen Stufenplan, der festlegt, wie die auferlegten Corona-Schutzmassnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können. Als Massstab legte der Industrieverband die steigende Anzahl von geimpften und genesenen Mitarbeitern an.

Auch Reisen müssen nach Ansicht des BDI wieder in einem stärkeren Ausmass ermöglicht werden: Der "bestehende Flickenteppich von Ansätzen", mit denen die Staaten weltweit die Reisetätigkeit regeln, beeinträchtige Geschäftsreisen und die Erholung der Wirtschaft, hiess es laut Funke Mediengruppe in dem Zehn-Punkte-Plan.

Eine klare Absage erteilte der BDI dem Bericht zufolge einer möglichen Freigabe von Impfstoff-Patenten. Anstatt das Patentrecht auszuhebeln, brauche es eine weltweite Impfkampagne, etwa indem die Welthandelsorganisation (WTO) Exportverbote für Impfstoffe sowie deren Produktion aufhebe.

Indien: Mehr als 303.000 Menschen mit oder an Corona gestorben

09:44 Uhr: Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 303.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Montag. Damit starben nach offiziellen Zahlen nur in den USA und in Brasilien mehr Menschen an oder mit COVID. Allerdings unterscheidet sich die Dunkelziffer von Land zu Land. In Indien gehen viele Expertinnen und Experten davon aus, dass die tatsächlichen Corona-Zahlen deutlich höher sein dürften. Besonders in ländlichen Gebieten, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt, sterben viele zu Hause und tauchen nie in einer Statistik auf. Zuletzt trieben auch Hunderte Leichen - zumindest teils von mutmasslichen Corona-Opfern - auf dem heiligen Fluss Ganges. Ihre Familien dürften Behördenangaben zufolge zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung gewesen sein.

Zuletzt sind die bekannten Corona-Zahlen in Indien etwas langsamer gestiegen. Gleichzeitig gehen dem Riesenland mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern, das als "Apotheke der Welt" bekannt ist, auch die Impfstoffe aus, und das Impftempo nahm ab. Während reiche Länder früh Impfstoffdosen gekauft haben, hat dies die indische Regierung viel später getan - und auch erst, nachdem es Impfstoffe zugelassen hatte. Lange hatte die Regierung auch mehr als 60 Millionen Dosen ins Ausland exportiert. Bislang haben in Indien mehr als zehn Prozent der Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Rund drei Prozent sind vollständig geimpft.

In absoluten Zahlen sind in Indien seit Pandemiebeginn weltweit am zweithäufigsten Corona-Infektionen erfasst worden - insgesamt mehr als 26 Millionen. In den USA sind bislang mehr als 33 Millionen Fälle registriert worden.

RKI registriert 2.682 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 62,5

08:37 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2.682 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5412 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 62,5 an (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1). Am Sonn- und Feiertagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil dann weniger getestet wird.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 64 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3 651 640 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.408.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.423 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Sonntagabend bei 0,87 (Vortag ebenfalls: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Söder: Schüler sollen nicht als "verlorene Generation" gesehen werden

06:33 Uhr: Der CSU-Vorsitzende Markus Söder möchte die Lage der Schülerinnen und Schüler in der Corona-Pandemie nicht zu negativ bewerten. "Wir dürfen den Schülern nicht einreden, sie seien eine verlorene Generation", sagte Söder den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Ich glaube zum Beispiel nicht, dass das Abi in diesem Jahr schlechter ausfallen wird." Die Herausforderung liege bei den Jüngeren und bei den Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Familien. Für sie werde man spezielle Bildungsprogramme anbieten, etwa in Form von Summerschools. "Vielleicht müssen wir auch die Lehrpläne anpassen und unkonventionelle Wege gehen. Aber das ist gut machbar", so Söder.

Der bayerische Ministerpräsident zeigte sich ausserdem hoffnungsvoll, dass Reisen ins Ausland künftig gut möglich sein werden. Es müsse ein "Tapetenwechsel drin sein". Man solle den Menschen kein schlechtes Gewissen machen, wenn sie wegfahren wollten, sagte Söder. "Wer nach Mallorca fliegt, darf das mit ruhigem Gewissen tun".

Karliczek fordert Fahrplan für Impfungen von Kindern und Jugendlichen

05:24 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert einen Fahrplan für Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren in allen Bundesländern. Dieser solle bezwecken, dass den Kindern und Jugendlichen möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres ein Impfangebot gemacht werden könne, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Ich möchte, dass vor allem nach den Sommerferien überall der Schulbetrieb wieder relativ normal beginnen kann. Dafür wäre es sehr hilfreich, wenn
möglichst viele Schülerinnen und Schüler geimpft wären." Nach dem Willen der Ministerin soll sich der Impfgipfel von Bund und Ländern in der kommenden Woche mit dem Thema befassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor Corona-Impfungen für Schüler bis Ende August in den Raum gestellt. Dazu müssten Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer reserviert werden.

US-Behörde untersucht Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfung

04:23 Uhr: Die US-Behörden untersuchen eigenen Angaben zufolge mehrere Fälle von Herzmuskelentzündungen bei jungen Menschen in Verbindung mit einer Corona-Impfung. Es handle sich um eine geringe Anzahl an Fällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit mRNA-Vakzinen der Hersteller Pfizer und Biontech oder Moderna geimpft wurden, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC. "Die meisten Fälle scheinen mild zu verlaufen, eine Nachverfolgung der Fälle ist im Gange".

Nach Angaben der Behörde trat eine sogenannte Myokarditis häufiger bei jungen Männern auf, die bereits zum zweiten Mal geimpft worden waren. Um wie viele Fälle es sind handelt und wie alt die Betroffenen sind, gab die Behörde zunächst nicht bekannt.

Die USA haben bereits damit begonnen, im grossen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Auch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.