In der Schweiz startet die digitale Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter mittels Smartphones später als geplant. Noch fehlt die politische Grundlage.

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Die Schweizer Corona-App verzögert sich. Das Parlament hat am Dienstagabend beschlossen, dass erst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss. Die App für das Handy soll helfen, Ansteckungen zu verfolgen und möglicherweise Infizierte zu warnen.

Gesetz zur Corona-App soll im Juni beschlossen werden

Das Parlament will das Gesetz bei der nächsten Sitzung im Juni verabschieden. Die Regierung hatte die Einführung eigentlich so schnell wie möglich geplant.

Gesundheitsminister Alain Berset argumentierte vergeblich, dass die Forderungen - eine freiwillige Beteiligung und keine Speicherung personenbezogener Daten - ohnehin vorgesehen waren. Nun soll die App vorerst nur getestet werden.

Die Corona-App ist bereits einsatzbereit

Die Entwickler der Schweizer App DP-3T wären für einen Einsatz ab nächster Woche bereit gewesen. Nach ihren Angaben müssen etwa 60 Prozent der Bevölkerung die App auf ihr Handy laden, damit der Schutz vor Infektionen funktioniert.

Solche Apps erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Sie können Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass in ihrer Umgebung eine infizierte Person war. Die Nutzer könnten dann in Quarantäne gehen. (dpa/hau)

RKI veröffentlicht App: Soll Aufschluss über Verbreitung des Virus geben

Das Robert-Koch-Institutes (RKI) stellt die "Corona-Datenspende"-App kostenlos zum Download zur Verfügung. Mithilfe der App soll die Verbreitung von bestimmten Symptomen erfasst werden. Diese übermittelt zwar Vitaldaten, aber keinerlei persönliche Daten, wie Name oder Adresse des Nutzers.