In Nordindien sind 21 Menschen an gepanschtem Alkohol gestorben. Den Schnaps erwarben sie zuvor bei einem lokalen Händler.

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Nach einer Massenvergiftung mit gepanschtem Schnaps in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen. Bewohner eines Dorfes im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh hatten das Getränk von einem lokalen Händler gekauft und in der Nacht zum Dienstag getrunken.

67 Menschen noch in Behandlung

Nachdem bereits am folgenden Tag zehn Menschen ums Leben gekommen waren, starben seit Dienstagabend elf weitere, wie ein Sprecher der Verwaltung des Bezirks Barabanki am Mittwoch mitteilte.

Zudem wurden demnach noch 67 Menschen im Krankenhaus behandelt, von denen einige in ernstem Zustand seien. Den Angaben zufolge wurden mehrere Verdächtige festgenommen und 14 Lokalbeamte wegen Fahrlässigkeit suspendiert.

Der Konsum von schwarz gebranntem Schnaps ist in Indien, vor allem unter der ärmeren Bevölkerung, weit verbreitet. Er wird viel billiger verkauft als importierte alkoholische Getränke und etablierte indische Marken. Immer wieder wird der Schnaps mit Industrie-Alkohol oder anderen Substanzen hergestellt, die zu schweren Vergiftungen führen können.

Nach offiziellen Angaben sterben in Indien jedes Jahr rund 1000 Menschen am Konsum von gepanschtem Alkohol. Im Februar waren im nordostindischen Assam mehr als 150 Menschen - die meisten von ihnen Arbeiter auf Teeplantagen - ums Leben gekommen, nachdem sie schwarz gebrannten Schnaps getrunken hatten.  © dpa

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