Zu bisher unbekannten, dramatischen Szenen ist es nach dem Brand im Krefelder Zoo gekommen: Ein schwer verletzter Gorilla musste am Neujahrsmorgen von einem Polizisten erschossen werden.

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Nach dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht zu Neujahr musste ein Polizeibeamter einen Gorilla, der schwer verletzt war, durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole töten. Grund dafür war, dass die Tierärztin es nicht schaffte, das Tier einzuschläfern. Dies geht aus einem Bericht des Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag hervor.

Bereits während Brand im Krefelder Zoo: Polizisten mit Maschinenpistolen positioniert

Laut Innenministerium hatten sich bereits während des Brandes Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert, um notfalls verletzte oder panische Tiere zum Schutz der Einsatzkräfte zu stoppen. Dazu kam es nicht.

Lediglich zwei Schimpansen überlebten den Brand im Krefelder Zoo. Wie es den beiden Affen geht, verriet der Zoo nun in einer Mitteilung auf Facebook.

Die Retter gingen laut dem Bericht davon aus, dass alle Tiere tot sind. Gegen 8 Uhr morgens wurden zwei schwer verletzte Tiere gefunden, von denen die Tierärztin ein Orang Utan-Weibchen einschläferte. Den Gorilla tötete der Beamte (34) nach Freigabe durch den Polizeiführer. (pak/dpa)

Verantwortliche für Zoobrand haben sich gestellt

Für den Brand im Affentropenhaus des Krefelder Zoos waren Himmelslaternen aus Papier verantwortlich. Drei Frauen hatten diese fliegen lassen, ohne sich möglicher Konsequenzen bewusst zu sein.