Es war ein dreister Coup mit einer Beute im Millionenwert: Vier Männer stahlen die riesige Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum. Bis heute ist sie nicht wieder aufgetaucht. Der Prozess endet für drei der Angeklagten mit Haftstrafen.

Mehr Panoramathemen finden Sie hier

Knapp drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum hat das Berliner Landgericht drei junge Männer zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Der vierte Angeklagte wurde freigesprochen.

Zwei Männer im Alter von 23 und 21 Jahren, die zu einem bekannten arabischstämmigen Clan gehören, wurden wegen Diebstahls zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ein 21-jähriger Wachmann aus dem Museum erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten.

Beute ist bis heute verschwunden

Die riesige Münze "Big Maple Leaf" mit einem Wert von 3,75 Millionen Euro war in der Nacht zum 27. März 2017 aus einer Vitrine gestohlen und mit einer Schubkarre und einem Rollbrett abtransportiert worden. Die Diebe waren durch ein Fenster eingestiegen.

Die Beute ist bis heute verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die Goldplatte zerstückelt und verkauft wurde. Es waren Goldpartikel in einem Auto und an Kleidung festgestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte Gefängnisstrafen von fünf bis sieben Jahren gefordert. Die Verteidiger der Männer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren hatten Freispruch verlangt. Die Angeklagten sassen nur kurz in Untersuchungshaft, zu den Prozessterminen kamen sie von zu Hause.

Männer keine Unbekannten für die Polizei

Die kanadische Münze mit dem Bild von Königin Elizabeth II. war die Leihgabe eines Privatmanns. Die Königliche Kanadische Münze hatte 2007 nur fünf Exemplare von "Big Maple Leaf" geprägt. Das Bode-Museum gehört zum Weltkulturerbe Museumsinsel.

Mitglieder der Grossfamilie, zu der zwei der drei verurteilten Männer gehören, waren schon wiederholt im Visier der Polizei. Im Sommer 2018 wurden 77 Immobilien beschlagnahmt, die dem Clan zugerechnet werden. (sus/dpa)

5.000 Kilometer entfernt, 47 Jahre später: Witwe bekommt Ring ihres Mannes zurück

Vor 47 Jahren verlor Debra McKenna aus dem US-Bundesstaat Maine den High School-Ring ihres mittlerweile verstorbenen Ehemannes. Unglaublich: Ein Mann entdeckte das Schmuckstück - 5.000 Kilometer entfernt in Finnland. Er konnte die Witwe kontaktieren.
Teaserbild: © dpa-Bildfunk