In der iranischen Hauptstadt Teheran gehören Staus zum Alltag. Doch um diese zu umgehen, haben reiche Iraner eine ganz besondere Transportmöglichkeit für sich entdeckt: Sie nutzen private Krankenwagen.

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Per Privatambulanz durch den Stau düsen – auf diese Weise bewegen sich offenbar viele reiche Iraner in dem stark ausgelasteten Verkehr Teherans fort.

Das Vorgehen ist allerdings illegal: Auch im Iran sind private Rettungsfahrzeuge gesetzlich dazu verpflichtet, nur in medizinischen Notfällen umherzufahren.

Doch wie die BBC berichtet, habe der Leiter des privaten Rettungsdienstes der Islamischen Republik Iran, Mojtaba Lohrasbi, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Isna bestätigt, dass unter anderem Prominente wie Filmstars, aber auch hochbezahlte Privatlehrer, die Studenten auf Eignungsprüfungen an Universitäten vorbereiten, die Ambulanzen regelmässig als Shuttle nutzen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Teherans will nun verstärkt gegen die illegalen Fahrten vorgehen. Laut Lohrasbi könnte sie jedoch an der örtlichen Polizei scheitern. Diese sei "zu beschäftigt", um in solchen Fällen helfen zu können. (kad)

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