Was einem Kita-Erzieher auf keinen Fall passieren darf, trat vergangene Woche in Kiel ein: Nach einem Spaziergang fehlte ein Kind aus der Gruppe. Nun zog der Arbeitgeber die Konsequenzen.

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Weil zwei Erzieher in der vergangenen Woche einen Zweijährigen im Kieler Schrevenpark vergassen, hat sich das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) von beiden Mitarbeitern getrennt.

"Es gibt Dinge, die dürfen nicht passieren, und geschehen trotzdem", sagte UKSH-Sprecher Oliver Grieve am Mittwoch. "Niemand kann sich erklären, wie es zu diesem Vorfall kam." Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Entlassungen berichtet.

Laut den "Kieler Nachrichten" war der kleine Junge in der vergangenen Woche weinend und ganz allein durch den Schrevenpark geirrt. Die beiden Erzieher waren ohne ihn in die zwei Kilometer davon entfernte Kita des Klinikums zurückgekehrt. Statt sieben kamen also nur sechs Kinder in der Erziehungseinrichtung an.

Mutter bestürzt: "Wie konnte das passieren?"

"Erst im Kindergarten beim Wickeln war den Erziehern aufgefallen, dass unser Sohn fehlte", sagte die Mutter dem Blatt. "Wie konnte das passieren?"

Eine Frau hatte den Jungen im Park gesehen und die Polizei informiert. Diese brachte das Kind nach Hause und gab den Vorfall an die Kieler Staatsanwaltschaft weiter. Die Behörde prüfe, ob eine Straftat vorliege, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. (hub/dpa)

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