Die Gewerkschaft der Polizei hat die Internet-Szene nach der Massenschlägerei am Berliner Alexanderplatz vor gewalttätigen Aktionen gewarnt.

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Nach der Massenschlägerei am Alexanderplatz hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Internet-Szene vor riskanten Aktionen gewarnt, um die eigene Bekanntheit zu steigern.

"Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen und es scheinbar Mode wird, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren", sagte der Berliner GdP-Landeschef Norbert Cioma am Freitag.

Bei der Massenschlägerei am Donnerstag könnte nach Medienberichten ein Streit zwischen rivalisierenden YouTubern der Hintergrund sein. Sie sollen sich zu der Prügelei verabredet haben. Die Polizei bestätigte das am Freitag jedoch nicht.

Faustschläge, Fusstritte und Pfefferspray

Es gebe Sinnvolleres, als seinen Bekanntheitsgrad dafür zu nutzen, jungen Gewaltbereiten eine geeignete Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten und mit voller Absicht das Risiko einzugehen, dass die Lage eskaliert, sagte Cioma.

Nach einem Aufruf in sozialen Medien hatten sich auf dem Alexanderplatz am frühen Donnerstagabend rund 400 Menschen versammelt. Später gerieten etwa 50 von ihnen in Streit, wie die Polizei mitteilte.

Sie gingen mit Faustschlägen, Fusstritten und Pfefferspray aufeinander los. Die Polizei reagierte mit Reizgas und nahm neun Menschen vorläufig fest. (dpa/thp)

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