Der Südafrikaner Mandla Maseko, der als erster schwarzer Afrikaner in den Weltraum fliegen sollte, ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Der Teilzeit-DJ starb am Samstag im Alter von 30 Jahren, wie seine Familie örtlichen Medien mitteilte.

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Maseko hatte im Jahr 2013 eines der 23 begehrten Tickets für eine Reise in den Weltraum gewonnen. An Bord des Raketenflugzeugs Lynx Mark II sollte er mehr als 100 Kilometer hoch ins All fliegen. Bei dem von der AXE Apollo Weltraumakademie ausgeschriebenen Wettbewerb nahmen eine Million Teilnehmer aus 75 Ländern teil.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA glaubt an eine erste Marsmission in den 2030er Jahren, die Europäische Weltraumorganisation ESA immerhin an eine im Jahr 2050. Mindestens 520 Tage würde allein der Hinflug zum Roten Planeten dauern - eine riesige körperliche Herausforderung für Raumfahrer. Denn in einer solch langen Zeit bauen sich in der Schwerelosigkeit nicht nur Knochen und Muskeln ab. Auch das Gehirn verändert sich, wie eine Studie kürzlich ergab.

Sein Gewinn brachte Maseko den Spitznamen "Afronaut" ein. Er wäre als erster schwarzer Afrikaner im Weltall in die Geschichte eingegangen. Eine Woche lang nahm Maseko an einem Training der Weltraumakademie teil, wo er unter anderem Fallschirmspringen lernte, an Bord von Kampfflugzeugen flog und den zweiten Mann auf dem Mond, Buzz Aldrin, kennenlernte.

Ursprünglich war Masekos Flug für 2015 angekündigt worden, doch der Termin wurde auf einen unbekannten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben.

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