Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich für einen Weiterbau des Segelschulschiffs "Gorch Fock" entschieden.

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Ziel sei es nun, das Schiff bis zum Herbst 2020 im Rahmen der vereinbarten Kostenvorgaben fertigzustellen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus dem Ministerium. Als Obergrenze wurden 128 Millionen Euro vereinbart, zu denen weitere 7 Millionen für Ausrüstung kommen.

Kosten der Sanierung sind aus dem Ruder gelaufen

Der sanierte Rumpf des Schiffes war am Freitag nach drei Jahren Bauzeit ins Wasser gelassen worden. Er habe danach erste Tests bestanden, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Am Dienstag wurden auch Abgeordnete des Bundestages über den Sachstand informiert.

Die Kosten der Sanierung des gut 81 Meter langen Schiffs waren völlig aus dem Ruder gelaufen. Statt zehn Millionen Euro sind mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Dann wurden Gesamtkosten von 135 Millionen Euro als Obergrenze festgelegt.

Die Elsflether Werft, die den Generalauftrag hat, ist seit Februar insolvent. Dort hatte die frühere Werftleitung Geld von der Marine in dubiose Nebengeschäfte gesteckt. Die Staatsanwaltschaft untersucht das Geschäftsgebaren der zwei Ex-Vorstände. Auch mehrere Gerichte beschäftigen sich mit dem Debakel.  © dpa

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