Im Fall eines 45-jährigen Wieners, der nach eigenen Worten von seiner Mutter seit April im Keller ihres Einfamilienhauses gefangen gehalten worden sein soll, hat sich der Verdacht nach Ermittlerangaben zunächst nicht erhärtet.

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"Im Zuge einer Hausdurchsuchung konnten bis dato keine eindeutigen Beweise auf ein kriminelles Verhalten gefunden werden", teilte die Polizei am Freitag mit.

Laut Zeugenaussagen habe sich der 45-Jährige vor den Sommerferien zeitweise im Garten des Hauses aufgehalten.

Die Mutter bestreitet die Vorwürfe. Ihr Sohn habe jederzeit die Möglichkeit gehabt, den Keller zu verlassen und sei auch ausreichend von ihr versorgt worden.

Da letzte Zweifel an der Aussage des Mannes aber nicht ausgeräumt seien, werde gegen die 77-Jährige weiter wegen möglicher Freiheitsentziehung ermittelt, hiess es.

Die Mutter hatte am Mittwoch die Sanitäter wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands ihres Sohnes alarmiert. Die Sanitäter wiederum riefen die Polizei wegen des "sanitären Übelstands" vor Ort.

Der Schwerkranke erzählte auf dem Weg in die Klinik, dass er von seiner Mutter in einem Kellerabteil eingesperrt worden sei. Sein Gesundheitszustand habe sich inzwischen stabilisiert. Er sei aber noch nicht vernehmungsfähig.  © dpa

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