• Angefressene Lebensmittel, Kotspuren: Wenn Sie Mäuse in Ihren eigenen vier Wänden haben, müssen Sie schnell handeln.
  • Der erste Schritt beinhaltet die Entfernung von Futterquellen und Unterschlupfmöglichkeiten.
  • So gehen Sie am besten dabei vor.

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So niedlich Mäuse als Haustiere sein mögen, so schädlich sind sie, wenn sie ungebeten nach drinnen kommen. Sie können unter anderem Nahrung durch ihren Kot verunreinigen. Auch ihre Nagetätigkeit kann zu Problemen führen: Fressen sie beispielsweise die Isolierung an elektrischen Leitungen an, kann es zu Kurzschlüssen und Bränden im Haus kommen.

Mäuse richten sich genau dann häuslich bei Ihnen ein, wenn sie genügend Fressen und Unterschlupfmöglichkeiten finden. Letzteres ist vor allem in Altbauwohnungen der Fall.

Ob Sie ungebetene Gäste im Haus oder der Wohnung haben, können Sie ganz einfach an den folgenden Hinweisen erkennen:

  • Kotspuren
  • Trittspuren
  • angefressene Lebensmittel
  • nächtliche Geräusche

Futterquellen für Mäuse beseitigen

Wenn Mäuse an einem Ort nicht mehr genügend Nahrung finden, suchen sie sich über kurz oder lang eine andere Behausung. Deswegen ist der erste Schritt: Machen Sie mögliche Futterquellen unzugänglich für die kleinen Nager.

Das fängt bereits bei der Sauberkeit in den Schränken und Schubladen an. Entfernen Sie alle Krümel so schnell wie möglich und reinigen Sie die Ablagen regelmässig. Am besten sollten Nahrungsmittel luftdicht in Boxen aufbewahrt werden, vor allem Glas- und Metallbehälter eignen sich dafür. Diese Massnahme beugt unter anderem auch Lebensmittelmotten vor.

Gefüllte Futternäpfe sollten ebenfalls nicht allzu lange offen stehen bleiben. Eine weitere Nahrungsquelle der Nager sind Mülleimer beziehungsweise -tonnen. Verschliessen Sie diese also sowohl im Haus als auch draussen sorgfältig. Spanngurte können dabei helfen.

Mäuse werden ebenfalls angelockt, wenn Sie Tiere im Freien füttern oder einen Komposthaufen besitzen. Beides ist nicht empfehlenswert, wenn Sie die ungebetenen Gäste im Haus haben. Doch auch Ihr Garten kann den Nagern jede Menge Nahrung liefern. Achten Sie also am besten darauf, dass Sie heruntergefallenes Obst zeitnah aufsammeln.

Schlupflöcher finden und verschliessen

Jetzt müssen Sie noch dafür sorgen, dass sich Mäuse nicht mehr bei Ihnen verstecken können. Durch winzige Ritzen und Löcher, beispielsweise zwischen Rohren und Türen, gelangen die Tiere hinein. Diese müssen verschlossen werden.

Ihre Eingänge finden Sie, indem Sie zum Beispiel Mehl auf dem Boden verstreuen. Die Fussspuren werden Ihnen zeigen, welche Wege die Tiere benutzen. Verschliessen Sie die Einstiege dann am besten zunächst nur mit Zeitungspapier. Sollten sich noch Mäuse in den Schlupfwinkeln befinden, können sie somit noch hinaus.

Ist kein Tier mehr im Haus, können die Löcher mit Isoliermaterial, Bauschaum, kleinmaschigem Maschendraht oder einem Metallblech präpariert werden. Sorgen Sie ebenfalls dafür, dass Kellerfenster immer gut geschlossen sind.

Auch im Garten können Sie einiges tun: Das Kürzen von Gras und Büschen kann beispielsweise ihre sicheren Laufwege eingrenzen. Ausserdem ist es hilfreich, Möbel und Holz in einiger Entfernung zum Haus im Garten zu lagern.

So können Sie Mäuse vertreiben

Bei der Beseitigung können unter anderem Lebendfallen hilfreich sein. Die Tiere werden von Ködern, zum Beispiel Rosinen, Erdnussbutter, Nuss-Nougat-Creme, Brot, Wallnussstücken oder Frischkäse, angelockt und in einem Käfig gefangen. Stellen Sie die Falle am besten direkt an eine Wand. Mäuse laufen eher selten quer durch einen Raum.

Maus
Maus ist in einer Lebendfalle gefangen.

Haben Sie sich für diese Methode entschieden, sollten Sie allerdings sowohl Futter als auch Wasser und Nistmaterial in der Falle platzieren. Auch eine regelmässige Kontrolle des Käfigs ist erforderlich, damit das Tier nicht verhungert.

Setzen Sie im Anschluss das Tier mindestens 100 Meter von Ihrem Haus entfernt aus. So findet es den Weg zu Ihnen nicht mehr zurück. Seien Sie im Umgang mit den Nagern aber vorsichtig: Sie können Krankheiten, wie Salmonellen oder Typhus, auf den Menschen übertragen. Deswegen ist es auch ratsam, die Entfernung einem Spezialisten zu überlassen.

Dem Umweltbundesamt zufolge ist damit allerdings nicht das eigentliche Problem gelöst. Meistens verhungern die Mäuse, weil sie kein neues Habitat finden. Oder Sie geben das Nagerproblem an Ihren Nachbarn weiter.

Ultraschallgeräte, die die Tiere vertreiben sollen, sind der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zufolge wirkungslos. Auch Hausmittel wie Pfefferminze, Chilischoten, Cayennepfeffer oder Mottenkugeln helfen den Experten zufolge nicht bei Ihrem Problem. Die Nagetiere lassen sich durch unangenehme Gerüche nicht stören, wenn sie genügend Nahrung in der Nähe finden.

Mäuse mit Schlagfallen oder Gift töten

Peta rät generell vom Töten der Nagetiere ab. Die Methoden, wie Giftköder oder Mäusefallen, seien nicht nur grausam. Sie seien ausserdem nutzlos. Wenn Sie eine Maus getötet haben, haben ihre Artgenossen dadurch mehr Nahrung und Platz. Ihr Territorium wird übernommen. Es könnte sogar passieren, dass die Mäuse ihre Verluste dadurch ausgleichen, dass sie sich vermehrt fortpflanzen.

Haben Sie sich dennoch dafür entschieden, können Sie unter anderem Schlagfallen einsetzen. Die Tiere werden auch hier von attraktiven Ködern angelockt und getötet.

Ausserdem hilft Mäusegift gegen die Nager. Das Gift sorgt dafür, dass die Tiere innerlich verbluten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Auch für Menschen und andere Tiere, wie Katzen oder Hunde, sind die Mittel gefährlich. Deswegen ist es ratsam, vor dem Einsatz von Gift zunächst einen Experten zu kontaktieren.

Verwendete Quellen:

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Ratten und Hausmäuse – Sachgerechte Nagetierbekämpfung
  • Peta: Mäuse und Ratten im Haus vertreiben – 5 tierfreundliche Tipps
  • Nabu: Schädlinge im Haushalt – was tun? Tipps für Vorbeugung und Bekämpfung
  • Institut für Schädlingskunde: Mäuse bekämpfen
  • Umweltbundesamt: Hausmaus

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