Mehr als 2000 Menschen nahmen am Samstagnachmittag an der nach 2023 zweiten Pride in St. Gallen teil. Die Kundgebung, die mit einem Demonstrationszug durch die St. Galler Innenstadt begann, stand unter dem Motto "Liebe kennt keine Grenzen, Vielfalt keine Mauern".
Auf Transparenten stand etwa "Liebe ist nicht politisch", "Queer sein ist schön" oder "Wir nehmen uns den Platz, der uns schon immer zustand".
Zu Beginn des Demonstrationszugs nahmen rund 1200 Menschen teil, auf der Route durch die Altstadtgassen wurde der Zug aber immer länger. Schliesslich dürfte es über 2000 gewesen sein, die das Festivalareal im St. Leonhardspark erreichten.
Dort begann das Fest mit verschiedenen Reden. Die Pride wolle zu einer Tradition werden, auf die die Stadt stolz sein könne, sagte eine der Organisatorinnen.
In eine Regenbogen-Pelerine gehüllt sagte die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa (SP), sie "zeige Flagge als Privatperson - aber auch als Stadtpräsidentin". Die Pride sei mehr als ein Fest, auch mehr als eine Demonstration. Sie sei "ein Zeichen für Vielfalt und Sichtbarkeit".
Pappa verteidigte den Entscheid des Stadtrats, dass in der Altstadt zur Pride keine Beflaggung zu sehen war und verwies auf ein Reglement, das dies für politische Botschaften untersage. Die Organisatorinnen und Organisatoren der Pride hatten im Vorfeld das Fehlen der Regenbogenfahnen kritisiert und dabei auf das Beispiel anderer Städte verwiesen.
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Die Teilnehmenden wollten mit der Veranstaltung, der Pride, ein Zeichen setzen für Gleichstellung, die Sichtbarkeit von queeren Menschen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit queer werden Orientierungen bezeichnet, die nicht heterosexuell sind. © Keystone-SDA