Überraschungsgewinner an der Börse ist das Unternehmen Zoom Technologies - seine Aktien wurden offenbar regelmässig von Käufern mit den Wertpapieren des Videokonferenz-Anbieters Zoom verwechselt. Jetzt ist die US-Börsenaufsicht eingeschritten.

Mehr Wirtschaftsthemen finden Sie hier

Der Videokonferenz-Dienst Zoom zählt zu den Gewinnern der Corona-Krise, wurde an der Börse bislang jedoch häufig mit einer ganz anderen Firma verwechselt. Um weitere Irritationen zu verhindern, hat die US-Börsenaufsicht den Handel des Namensvetters Zoom Technologies am Donnerstag vorübergehend gestoppt.

Wer als Anleger nicht genau hinsah, konnte sich bei den Aktien leicht vergreifen. Denn das Tickerkürzel "ZOOM" ist von Zoom Technologies belegt, was dem Unternehmen seit Jahresbeginn ein Kursplus von fast 900 Prozent bescherte. Das Problem: Mit dem erfolgreichen Videokonferenz-Anbieter Zoom Video hat die Firma gar nichts zu tun.

"ZM" statt "Zoom"

Zoom Video ist erst seit 2019 an der Börse gelistet und hat das Tickerkürzel "ZM". Der Videokonferenzanbieter profitiert davon, dass viele Bürojobs in der Corona-Krise auf Heimarbeit umgestellt wurden. Der Aktienkurs ist dieses Jahr um 112 Prozent gestiegen. Damit fällt das Plus deutlich geringer als bei dem Verwechslungskandidaten.

Der Börsenaufsicht SEC wurde das Treiben nun zu bunt. Die Aufsicht setzte die "ZOOM"-Aktie von Zoom Technologies zunächst bis zum 8. April vom Handel aus und wies auf Zweifel an den öffentlichen Informationen zur Finanzsituation des Unternehmens hin, da dieses schon seit 2015 keine Geschäftsberichte mehr vorgelegt habe.

Hauptsitz in Peking

Bei der SEC heisst es lediglich, dass es sich laut Angaben von 2014 um eine in der US-Steueroase Delaware ansässige Firma handele, die ihren geschäftlichen Hauptsitz in der chinesischen Hauptstadt Peking habe. Vor dem Handelsstopp hatte das Unternehmen einen Börsenwert von 31,3 Millionen Dollar. Zoom Video bringt es auf fast 40 Milliarden Dollar. (best/dpa)

Bosch hat einen Coronavirus-Schnelltest entwickelt - Ergebnis in weniger als zweieinhalb Stunden

Im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Coronavirus gelingt es den Technikern des Bosch-Konzerns in nur sechs Wochen, einen Schnelltest zu entwickeln. Er soll in weniger als zweieinhalb Stunden eine Diagnose liefern und ab April zur Verfügung stehen.