Die Schweiz ist nach Island das zweitteuerste europäische Land für Konsumgüter. Diese liegen 59 Prozent über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind besonders teuer.

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Das dritte Jahr in Folge war die Schweiz 2017 das teuerste Land Europas für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke (+68 Prozent mehr als der EU-Durchschnitt, etwas weniger als 2016). Das zeigen die am Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Daten.

Platz zwei hinter Island besetzt die Schweiz unter den europäischen Ländern mit Blick auf Bekleidung (+53 Prozent). Hotels und Restaurants (+63 Prozent) kosteten nur in Island und Norwegen mehr.

Der Personenverkehr lag in der Nähe des EU-Durchschnitts. Strom, Gas und andere Brennstoffe waren teurer (+7 Prozent), während Unterhaltungselektronik (-5 Prozent) und Möbel (-9 Prozent) billiger waren als der EU-Durchschnitt.

Hohe Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) betrug 2014 das monatliche Bruttoeinkommen eines einzelnen Schweizer Erwachsenen 6250 Franken. Während die Schweizer Löhne – insbesondere in einigen Branchen – höher erscheinen als in anderen Ländern, sind die Lebenshaltungskosten im kleinen Alpenland sehr hoch.

So geben die Menschen etwa einen Drittel ihres Einkommens allein für die Miete aus. Die Inflation blieb in den letzten Jahren sehr niedrig.

Bei der Kaufkraft liegt die Schweiz in Europa an der Spitze, sei es mit Blick auf das Bruttoinlandprodukt pro Kopf (+58 Prozent über dem EU-Durchschnitt) oder beim tatsächlichen individuellen Konsum pro Kopf, der eine Berechnung aller von den Haushalten tatsächlich konsumierten Güter und Dienstleistungen darstellt (+26 Prozent).

(Übertragung aus dem Englischen: Kathrin Ammann)  © swissinfo.ch

Im Jahr 2016 stieg der Medianlohn in der Schweiz auf mehr als CHF 6.500. Das sind 313 Franken mehr als bei der letzten Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) 2014.