Viele Autofahrer sorgen sich an Silvester zurecht um Ihr Auto. Böller und Raketen können Fahrzeuge beschädigen, die Verursacher jedoch nur in den seltensten Fällen ermittelt werden. Besonders gefährdet sind Fahrzeugbesitzer, denen kein sicherer Garagenstellplatz zur Verfügung steht. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Fahrzeug trotzdem schützen – und was Sie tun können, wenn Ihr Auto dennoch beschädigt wird.

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So schön die bunten Raketen den Himmel in der Silvesternacht auch erleuchten, viele Autofahrer beschleicht an Silvester ein mulmiges Gefühl. Verirrte Feuerwerkskörper und mutwillig auf dem Autodach gezündete Böller können durchaus Schäden am geliebten Auto verursachen. Daher sollten Sie versuchen, Ihr Fahrzeug von vornherein so sicher wie möglich abzustellen.

Schäden am Auto vermeiden

Wer sein Fahrzeug in der Silvesternacht in einer abgeschlossenen, nicht öffentlichen Garage abstellen kann, der hat es gut. Doch nicht jeder Autofahrer kann das Risiko potenzieller Schäden auf diese Weise minimieren. Gerade in bevölkerungsreichen, dicht bebauten Städten sind "sichere" Stellplätze meist Mangelware.

Bewachte Tiefgaragen und Parkhäuser, zum Beispiel von Kaufhäusern und Einkaufszentren, können daher eine Möglichkeit sein, das eigene Auto in der Silvesternacht vergleichsweise sicher unterzubringen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld über die Kosten und wägen Sie dann ab, ob sich die Investition lohnt. Am meisten wird erfahrungsgemäss auf den Hauptstrassen geböllert. Falls Sie in belebter Umgebung wohnen, sollten Sie Ihr Fahrzeug deshalb in einer ruhigeren Gegend oder einer abgelegenen Seitenstrasse abstellen. Parken Sie möglichst unter einem Baum, damit herabfallende Raketenteile abgebremst werden, bevor Sie auf dem Auto aufschlagen.

Wenn Ihr Fahrzeug in der Silvesternacht im Freien steht, kann ein passendes Car Cover Schutz vor Lackschäden bieten. Es gibt solche Schutzdecken aus schwer entflammbaren Materialien bereits für weniger als 50 Euro, etwa im Internet sowie in Baumärkten.

In vielen Fällen hilft die Teilkasko

Bei der Vielzahl von Böllern und Raketen in einigen Gebieten lassen sich Schäden am Auto in der Silvesternacht leider nicht komplett ausschliessen. Besonders häufig kommt es zu Lackschäden. Werden zum Beispiel Feuerwerkskörper direkt auf dem oder gegen das Fahrzeug abgefeuert, können Schmauchspuren am Lack oder sogar Dellen zurückbleiben.

Die Kosten für Beschädigungen muss eigentlich der Verursacher tragen. In der Praxis kann dieser aber nur sehr selten ausfindig gemacht werden. Wenn Sie am Neujahrsmorgen Lackschäden an Ihrem Auto feststellen, dann ist der Schuldige höchstwahrscheinlich nicht mehr auszumachen. Glücklicherweise kommt die Teilkaskoversicherung für Brand- und Explosionsschäden sowie zerstörte Autoscheiben auf. Die erwähnten Schmauchspuren lassen sich häufig auch schon durch den Einsatz einer Lackpolitur entfernen. Das erspart Ihnen unter Umständen Zeit und Stress mit der Schadensregulierung.

Vollkaskoversicherung zahlt bei Vandalismus

Anders verhält es sich mit der Schadensregulierung bei Vandalismus. Zwar sind für entstandene Schäden auch hier die Verursacher haftbar. Sollten diese jedoch nicht zu ermitteln sein, dann zahlt bei mut- oder böswilligen Beschädigungen nur die Vollkaskoversicherung. Ob ein Schaden an Silvester absichtlich oder versehentlich herbeigeführt wurde, ist jedoch meist schwierig festzustellen. Lackschäden lassen nicht unbedingt auf Vorsatz schliessen, ein durch einen sogenannten "Polenböller" zersprengtes Auspuffrohr hingegen schon.

Sobald Sie eine Beschädigung an Ihrem Auto bemerken, sollten Sie mit Ihrer Autoversicherung in Kontakt treten, damit diese im Zweifel einen Sachverständigen zur Prüfung beauftragen kann. Ausserdem sollten Sie bei der Polizei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten.  © 1&1 Mail & Media / CF