Dünner und grösser als je zuvor, beleuchtetes Apple-Logo und ein superstabiler Bildschirm: Die Gerüchteküche rund ums iPhone 6 kocht schon Monate vor dem angeblichen Verkaufsstart im September. Die heissesten Gerüchte im Überblick.

Variante: Das iPhone 6 bekommt ein unverwüstliches Display

Die Veröffentlichung eines neuen iPhones beschäftigt die Tech-Gemeinde das ganze Jahr: Monatelang diskutieren Blogger, Experten und Fans aktuelle Gerüchte zu neuen Funktionen und Design. Kaum ist es erschienen, kommen erste Spekulationen zur nächsten Generation auf. Angeblich am 19. September soll das iPhone 6 auf den Markt kommen, Apple lässt wie immer nichts durchsickern. Aber längst glauben viele zu wissen, was das neue Apfel-Handy kann. Die Massenproduktion des iPhone 6 startete offenbar schon im Juli.

Als sicher gilt, dass es wieder zwei Versionen geben wird, jeweils in Schwarz und Weiss: eine mit 4,7-Zoll-Display, eine sogar mit 5,5 Zoll. Das ist ein grosser Schritt für Apple – damit gehören kleine Modelle tatsächlich der Vergangenheit an. Bis zum iPhone 4s hatte das Handy ein 3,5-Display, iPhone 5, 5S und 5C bringen vier Zoll mit. Doch die Konkurrenz von Samsung, HTC & Co. setzt längst auf Riesenbildschirme. Die Display-Auflösung soll jeweils bei 1704 x 960 Pixel liegen.

Display und Design: superstabil und abgerundet

iPhone 6: Saphirglas
iPhone 6: Saphirglas: Der Videoblogger Marques Brownlee zeigt bei YouTube das Display des iPhone 6 – und attackiert es mit einem Messer.

Die meisten Gerüchte ranken sich bislang um Display und Design. Demnach bekommt das Handy einen superstabilen Saphirglas-Bildschirm. Der lässt sich verbiegen, hält Schnitte aus und ist nicht anfällig für Kratzer. Der Video-Blogger Marques Brownlee demonstriert in einem YouTube-Clip fünf Minuten lang die Unzerstörbarkeit des Schutzglases. Er attackiert es unter anderem mit einem Schlüssel und einem Messer. Ausserdem zeigt er, dass sich das Glas verbiegen lässt. Das Material hat Apple seinen Angaben nach bereits beim Home-Button und der Kameralinse des iPhone 5S verwendet.

Das Display könnte weitere ungewöhnliche Features bekommen: Zum Beispiel eine leichte Krümmung. Ausserdem setzt Apple auf eine neuartige haptische Technik, wollen die Technikexperten von Cnet erfahren haben. Nutzer würden dann ein fühlbares Feedback vom Bildschirm bekommen, in etwa so, als wären echte Tasten vorhanden.

Neue Anordnung der Tasten und dünn wie nie zuvor

Display, Rückseite, Vorderseite: Teile des iPhone 6 sind schon auf vielen angeblich echten Fotos im Netz aufgetaucht. Einige hat der gewöhnlich gut informierte Twitterer Sonny Dickson gezeigt. Die Fotos legen nah: Apple übernimmt beim iPhone 6 den abgerundete Rahmen des iPads. Und der Einschaltknopf verändert seine Lage: Er ist nicht mehr oben, sondern an der rechten Seite zu finden. Die Lautstärke-Buttons werden durch eine Wipptaste ersetzt. Das Display soll nahtlos in das Aluminium-Gehäuse eingefügt sein.

Das iPhone 6 soll aber nicht nur das grösste, sondern auch das dünnste Apfel-Handy aller Zeiten werden. Während das Vorgänger-Handy 5S noch zwei Helligkeitsoptimierungsschichten enthielt, soll das iPhone 6 nur eine bekommen. Laut der Zeitung "China Times" ist das Handy damit nur noch 6,1 Millimeter dick, im Vergleich zu 7,6 beim iPhone 5S. Im Netz geistert deshalb schon der Name "iPhone Air" herum, analog zum iPad Air.

Beleuchtetes Logo und kabelloses Aufladen?

Die neue iPhone-Generation könnte eine weitere Design-Veränderung bekommen: Einige im Netz aufgetauchte Fotos zeigen ein ausgestanztes Apple-Logo auf der Rückseite. Viele Experten mutmassen, dass dieses Logo beleuchtet sein könnte, so wie man es vom MacBook kennt.

Rückseite des iPhone 6
Rückseite des iPhone 6: Die Rückseiten der beiden neuen iPhone-Varianten im Vergleich.

Apple wird das iPhone 6 mit einigen Features ausstatten, die die Konkurrenz so noch nicht besitzt, davon sind die Fans überzeugt. Dazu gehört angeblich ein Barometer. Andere Funktionen könnte sich der Konzern bei der Konkurrenz abgucken. Zum Beispiel die Ausstattung mit einem NFC-Chip, der künftig zum bargeldlosen Bezahlen genutzt werden kann. Das iPhone 6 soll darüber hinaus das kabellose Aufladen per Induktion ermöglichen.

Innenleben: Mehr Speicher und schneller

Aber auch zum Innenleben gibt es Spekulationen. Die beiden neuen iPhones sollen bessere Akkus erhalten, will die chinesische Webseite digi.it.sohu.com erfahren haben. Ausserdem soll das 5,5-Zoll-Modell 128 Gigabyte Speicher bekommen, die 4,7-Version bis zu 64 Gigabyte. Als sicher gilt, dass Apple den neuen Handys einen neuen Prozessor spendiert – das ist bisher bei jeder neuen Generation passiert. Das iPhone 6 dürfte demnach mit einem A8-Prozessor mit 64-Bit-Architektur ausgeliefert werden. Er soll doppelt so schnell sein wie der A7-Prozessor des iPhone 5S.

Spannend wird auch, wie das neue Betriebssystem iOS 8 mit dem iPhone 6 zusammenarbeitet. Apple setzt unter anderem auf eine Fitness-App und verbessert die Kamera-App. So sind künftig auch Selbstauslöser-Fotos möglich.

Über die Kamera des iPhone 6 haben Fans und Experten bisher eher zurückhaltend spekuliert. Sie gehen davon aus, dass sie wie beim Vorgänger mit acht Megapixel auflöst. Einige wenige Quallen gehen von einer Erhöhung auf zehn Megapixel aus. Die Auflösung der Frontkamera könnte von 1,2 auf 2,4 Megapixel aufgestockt werden. Das grosse Modell wird angeblich einen optischen Bildstabilisator erhalten.