Gerade zum Jahresbeginn möchte man das ein oder andere Kilo verlieren. Doch viele haben bei einer Diät Heisshunger auf Pizza, Nudeln und Co. Verzichten? Muss man nicht. Wir haben gesunde Alternativen der Lieblingsgerichte getestet.

Pizza und Pasta haben neben Süssigkeiten wohl die grösste Anziehungskraft auf Menschen, die sich gerade auf Diät befinden. Grund genug für verschiedene Unternehmen, sich gesunde Alternativen zu den verführerischen Gerichten auszudenken. Aber halten diese Alternativen auch, was sie versprechen?

Was wir getestet haben

Kajnok-Nudeln mit Tomaten-Schinken-Sosse

Wir haben verschiedene Produkte getestet: Zum einen die Pizza- und Wrap-Alternativen von Lizza und zum anderen Nudeln aus Kanjokmehl von Kajnok.

Uns war der Geschmack des Produktes besonders wichtig und natürlich, ob es sich als befriedigende Alternative zum gewünschten Essen eignet.

Das ist drinnen

Der Lizza-Pizzateig wird aus Lein- und Chiasamen hergestellt. Ausserdem sind noch Kokosmehl und Flohsamenschalen enthalten. Dadurch ist er glutenfrei und sehr kohlenhydratarm. Auf 100 Gramm hat der Teig 119 Kalorien, 2,2 Gramm Kohlenhydrate und ganze 17,7 Gramm Ballaststoffe. Auch die 12,2 Gramm Eiweiss können sich sehen lassen.

Der Lizza-Wrap besteht aus den gleichen Inhaltsstoffen, allerdings in einem unterschiedlichen Verhältnis. Pro 100 Gramm hat ein Wrap 159 Kalorien, 2,7 Gramm Kohlenhydrate, 15,4 Gramm Ballaststoffe und 14,9 Gramm Eiweiss.

Die Kajnok-Nudeln gibt es in unterschiedlichen Formen, beispielsweise als Fettuccini oder Spaghetti. Auch als Reis sind sie erhältlich. Sie bestehen aus Wasser und Konjakmehl. Als Konjakwurzel wird die Knolle der Teufelswurzel bezeichnet. Das Mehl quillt mit Wasser stark auf und hat eine sättigende Wirkung. Auf 100 Gramm haben die Nudeln 8 Kalorien und 0,2 Gramm Fett.

So schmeckt die Lizza

Die Konsistenz ist angenehm bei der Verarbeitung und der Teig wird beim Backen schön knusprig. Das "Gefühl im Mund" kommt also durchaus an Pizza heran, wenngleich sich der Geschmack sehr deutlich von Vollkornteigen unterscheidet. Die Samen geben dem Teig eine gewisse Bitterkeit, insgesamt ist der Geschmack aber sehr gut, wenn auch sehr dominant.

Der Boden an sich ist sehr geschmacksintensiv, er eignet sich am besten für einen schlichten Belag, also eine klassische Margherita oder aber eine Pizza, deren Zutaten sich komplett gegen den Teig durchsetzen können.

Verwendet man den Lizza-Teig für eine Art Burrito oder Döner, ist er tatsächlich eine sehr raffinierte und geschmacksintensive Alternative zu Fladenbrot oder Wraps jeder Art.

Die Lizza-Variante lässt sich hier ohnehin gar nicht mit dem altbekannten Fast Food vergleichen, sondern ermöglicht es, wirklich neue Gerichte zu schaffen - aufgrund des Geschmacks und der Konsistenz. Die Füllungen von Burritos und Döner lassen sich beliebig variieren – Favoriten wären hier Hummus als Ausgleich zum intensiven Lizza-Geschmack, Tomate für die Frische und etwas Fleisch.

Alternativen zur Lizza

Wem die Lizza als Pizzaersatz nicht zusagt, kann sich an Gemüse als Alternative versuchen. Blumenkohl oder Brokkoli vermischt mit Ei und etwas Käse sind eine kalorien- und kohlenhydratärmere Teig-Variante als die Pizza vom Lieferdienst.

Das kann die Nudel

Die Gebrauchsanweisung der Nudeln aus Kanjokmehl könnte Pastafans zunächst etwas abschrecken: Tüte öffnen, die Tüte in der Tüte auch und dann bitte erst einmal mit Wasser abspülen, da sonst eine leichte Fischnote an den Nudeln haften bleibt. Lecker wirkt das nicht, aber die Nudeln lassen sich tatsächlich genau so einsetzen wie normale Pasta – haben dabei aber fast gar keine Kalorien und stellen so wirklich eine echte Alternative dar.

Dadurch, dass die Nudeln keinen Eigengeschmack haben, braucht man eine kräftige Sosse, mit einer möglichst dicken Konsistenz. Sehr schön ist es auch, die Kajnok-Nudeln mit Gemüsenudeln wie spiralisierten Zucchini zu mischen.

Alternativen zur Konjaknudel

Wer weiterhin nach Alternativen sucht, kann zur klassischen Gemüsenudel greifen. Gemüse wie Zucchini, Süsskartoffeln oder auch Möhren eignen sich hierfür gut. Entweder kann man mit einem normalen Kartoffelschäler lange, flache Nudeln abhobeln oder man greift zu einem Spiralisierer.

Wem eher an der klassischen Nudel gelegen ist, aber vielleicht die Kohlenhydrate reduzieren möchte, kann zur Alternative aus Linsen oder Kichererbsen greifen. Diese gibt es mittlerweile in vielen Drogeriemärkten.

Die Ergebnisse in der Übersicht

GeschmackKonsistenzWürden wir es nochmal kaufen?
Lizza-PizzabodenSamen geben dem Teig eine gewisse Bitterkeit
Geschmack ist sehr gut aber auch sehr dominant
sehr angenehm
bei der Verarbeitung wird der Teig schön knusprig
"Mundgefühl" kommt an Pizza heran
ja - ist bereits geschehen
Kanjok-Nudelndie Nudeln selbst haben keinen Geschmackwer seine Pasta gerne al dente isst, sollte keine Probleme haben
wer gerne weiche Nudeln mag, wird sich etwas umstellen müssen
definitiv
Die Produkte wurden der Redaktion von den Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt.

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