Heftige Unwetter und Überschwemmungen haben den Westen der Schweiz sowie Norditalien heimgesucht.

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Im Schweizer Kanton Neuenburg trat ein Bach zwischen Dombresson und Villiers über die Ufer und trug Dutzende Autos davon.

Mehrere Menschen waren in ihren Auto gefangen und mussten aus den im Bachbett liegenden Fahrzeugen geborgen werden. Nach Angaben der Polizei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer.

In Dombresson standen die Strassen mehr als einen Meter unter Wasser, wie Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix am Samstag der Schweizer Nachrichtenagentur sda sagte.

Auf einem Video war zu sehen, wie sich die wilden Wassermassen ihren Weg durch zahlreiche Ortschaften bahnten.

Tiefgaragen und Keller wurden überflutet, Böschungen rutschten ab, eine Strasse wurde beschädigt. Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in tief gelegene Räume zu begeben.

Überschwemmte Strassen sollten keinesfalls befahren werden. Zwischen 22 Uhr und 3:45 Uhr gingen mehr als 560 Notrufe allein aus dem Val-de-Ruz bei der Kantonspolizei Neuenburg ein, wie das Portal "20Minuten" berichtete.

Das Portal berichtete zudem, dass am Samstagmorgen zwei Hubschrauber im Einsatz waren, um möglicherweise vermisste Personen zu suchen und Menschen zu bergen, die aufgrund der Fluten in ihren Häusern festsassen.

Laut Meteo Schweiz war in der Region um Dombresson am Samstag nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.

Hagel und Starkregen auch in Turin

Im italienischen Turin gingen am Freitagabend Hagel und Starkregen nieder. Nach Medienberichten starb ein 65-Jähriger in der Gegend um die Stadt.

Auf Videos war unter anderem zu sehen, wie sich ein weisser Strom aus Hagel und Wasser eine Strasse hinunter schiebt. Am Samstag traf es dann Mailand: Strassen standen nach starken Gewittern unter Wasser, Autos steckten in Unterführungen fest. Strassen in der Region wurden wegen Erdrutschen geschlossen, erklärte die Feuerwehr.

In Süditalien sollte es hingegen laut dem Wetterdienst 3b Meteo bis zu 40 Grad heiss werden.

Der Bauernverband Coldiretti teilte mit, dass es in diesem Jahr bereits 124 Mal zu starkem Hagel gekommen sei. Das seien 88 Prozent mehr Fälle als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.  © dpa

Ab Montag erreicht eine Hitzewelle die Schweiz: Temperaturen von bis zu 35 Grad werden erwartet. Solche Wetterextreme könnten sich in Zukunft häufen, warnen Meteorologen.